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Shinrabansho von Bliss-Illusion

Mit 森罗万象 (Shinrabansho) von der chinesischen Band 虚极(Bliss-Illusion) traf kürzlich ein etwas anderes Album bei mir ein. Es gibt eine wilde Mischung, dünkt mir. Eine die aus Post-Black-Metal, folkloristischen Melodien / traditionellen chinesischen Instrumenten und buddhistischen Texten besteht. Laut Internet soll Shinrabansho „all of nature“ im Englischen bedeuten. Was zumindest gut mit dem Buddhismus vereinbar wäre.

© Bliss-Illusion - Shinrabansho
© Bliss-Illusion – Shinrabansho

sunyata – heißt wiederum Luft. 般若Prajna – bedeutet Weisheit. Titel, die man nicht mit dem klassischen, düsteren Black Metal in Verbindung bringt. Dennoch: so hier geschehen auf Shinrabansho. Andererseits macht das ja die Kunst als solches aus. Die Grenzen zu erweitern oder Musik für sich zu entdecken, dann aber mit seinen eigenen Ideen zu verknüpfen.

Die Stücke haben eine Laufzeit von etwas mehr als zwei Minuten bis knapp über acht Minuten. Die meisten sind dazwischen angesiedelt. Daher kommen die elf Stücke, drei davon Boni (Prajna nochmals sowie WE und phantom), auf fast 60 Minuten Spielzeit. Was angenehm ist, sofern man mit einer solchen Mischung zurecht kommt und offen ist.

Ich kenne Alcest nur vom Namen aber Bliss-Illusion wurden damit verglichen. Außerdem sei erwähnt, dass es hier Elemente des Shoegaze und vermutlich weiteren Stilen gibt. Das Ganze kombiniert mit schon fast Ambient-ähnlichen sphärischen Klängen. Die aber genau so abrupt von verträumt auf brutal umschlagen können. Spoken words Teile sind hier ebenso zu finden, wie „normaler“ Gesang, Kreisch- und Kreifgesang sowie die Growls. Exoten-Bonus oder doch mehr? Findet es heraus bei Bandcamp.

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Shinrabansho von Bliss-Illusion
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