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da nich für! von Dendemann

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(c) Universal Music - da nich für! von Dendemann
(c) Universal Music – da nich für! von Dendemann

Da nich für! ist das neue Album von Dendemann, geboren in Wickede-Wimbern, aufgewachsen in dem Nachbarort Menden (das im Sauerland) und später nach Hamburg gezogen. Arme Ritter, Eins Zwo sowie als Solo-Künstler sind mir natürlich ein Begriff. Bei erstgenanntem Act bin ich mir unsicher, ob ich die live gesehen habe – Eins Zwo und Dendemann-Solo leider nicht.

Vom Vintage verweht, sein vorheriges Album, liegt schon eine Weile zurück. Doch Da nich für! Holt einen direkt ab, verfrachtet den Hörer in die Gegenwart von lyrischer Poesie, feines Beats und Samples sowie den typischen Wortwitz, den man zum einen aus guten Rhymes, gutem Hip Hop kennt, zum anderen treibt das Dendemeier, wie er sich selbst nennt, durchaus auf eine ganz eigene Spitze. Und auch von denen, den Spitzen, gibt es hier genug. An Kritik mangelt es dem Album nicht. Bestes Beispiel ist sicherlich Keine Parolen oder das ebenfalls gelungene Menschine. Mit einer leider so unglaublich guten Hook, dass ich das die nächsten Jahre nicht aus den Ohren bekommen werde.

Ich Dende also bin ich zeigt schon zu Beginn, was hier zu erwarten ist. Eher Beats, weniger Rock (Vom Vintage verweht wird hier also nicht wiederholt – was vollkommen in Ordnung ist). Aber auch in dem Text macht er es deutlich. Wo ich wech bin ist eine Hommage an seine Heimat, das verstehen unter Umständen auch nur wenige und solche, die damals schon zugegen waren.

Was lange währte, wird endlich gut. Der ehemalige Sidekick von Jan Böhmermann, der in der Sendung Neo Magazin Royale immer etwas mit seiner Band Die Freien Radikale zum besten gab, liefert hier ordentlich en point ab. Man kann sagen, dass das nehmen und geben war: genommen wurde wahrscheinlich Zeit für das Album, aber Dende sagt selbst: “Wöchentlich abliefern zu müssen, der Kontakt mit den Comedy-Autoren dort und auch das Zusammentreffen mit anderen Rappern waren für das Album wichtig“.

Die Gäste können sich auch sehen und hören lassen: Casper, Trettmann, die Beginner und Teutilla. Die Samples von Rio Reiser (Zauberland), Hildegard Knef (Müde) und Heinz Ehrhardt (Nochn Gedicht) ergänzen das wunderbar.

Insgesamt eine runde Sache, die Spaß macht und zeigt, wie guter Hip Hop klingen kann.

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