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CD Kritik: Eat Me, Drink Me von Marilyn Manson

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(Interscope)
Mr. Brian Warner – Provokation himself – ist mit dem neuen Longplayer „Eat Me, Drink Me“ wieder zurück aber was ist das? Stilbruch again. Nachdem die Plattenfirma schon mal das Video zu „Heart-shaped glass“ zum Skandal erklärt, MM turtelt mit neuer Freundin in Literweise Kunstblut rum, sowas schreit ja heutzutage schon danach.

[aartikel]B000QCQFX8:right:dr0a-21[/aartikel]Der knapp 6 Minuten lange Opener „If I was your vampire“ leitet genussvoll den neuen Longplayer von Marilyn Manson ein um dann mit dem „Putting holes in happiness“ etwas schwerfälliger und einen Schlag anspruchsvolles draufzupacken. Ein wenig poppiger inklusive 80er Einschlag gibt es mit „The red carpet grave“ und „They said hell’s not hot“ bringt den rockigeren Bereich wieder nach vorne, mit einem Gänsehautkreierenden „And I’m waiting with the sound turned off, I’m waiting like a glass balloon and I’m fading into the void and then“, ebenbürtig ist dieser Teil des nachfolgenden Songs „Just a car crash away“ der da lautet „Then I knew that our love way – just a car crash away“, sowas erwartete niemand auf einem Album nach vier Jahren Auszeit.

Die erste Singleauskopplung „Heart-shaped glass (When the heart guides the hand)“ hat die musikalische Richtung von „The red carpet grave“ gemein und durfte ein gelungener Einblick auf das gesamte Album werfen, zumindest bei jenen Personen die es als Anhörprobe des Gesamtalbums sehen. Funktioniert aber genauso gut ohne den vom Label deklarierten „Skandal-Video“. Im folgenden Song „Evidence“ wird wieder einmal mehr deutlich das Marilyn Manson sich weiter vom Industrial-Sound wegbewegt als jemals zuvor auf seinen Alben, sogar Platz für genügend Soli ist auf diesen Album vorhanden, was dankbar angenommen wird von Tim Sköld und Rob Holliday.

„Are you the rabbit?“, „ Mutilation is the most sincere form of flattery“, „ You and me and the devil makes 3“ haben alle eins gemeinsam: Sie rocken. Partiell gewinnt man den Eindruck dass Mr. Brian Warner einen Blick zurück auf vergangene Sounds wirft und diese mitunter mischt. Sehr gelungen. „ You and me and the devil makes 3“ sticht von den drei genannten Songs und der Gemeinsamkeiten wohl am meisten hervor.

Ein gelungener Abschluss liefert der Titeltrack „Eat Me, Drink Me“und der Remix der ersten Singleauskopplung „Heart-shaped glass (When the heart guides the hand)“.
Das Album ist solide und alles andere etwas das jemand von MM hätte erwarten können, einige werden bitte enttäuscht sein, aber auch ich hatte meine Probleme mit diesem Album aber nach mehrmaligen Hören war alles wie weggeblasen.

[xrr rating=4.5/5]

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