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Atonement von Killswitch Engage

(c) Metal Blade Records - Killswitch Engage - Atonement
(c) Metal Blade Records – Killswitch Engage – Atonement

Mit Alive Or Just Breathing wurde ich zeitnah nach dem Release konfrontiert. Ich hab, so meine Erinnerung mich nicht trügt, eine Tätigkeit als DJ ausgeübt an diesem Abend. Eine Frau gab mir eine CD mit irgendwelchen Anweisungen, welchen Song ich doch spielen sollte. Gesagt, getan. Kam Bombe an und die Stimmung war gut. Danach lief die Platte bei mir rauf und runter. Natürlich rede ich hier von der aus Massachusetts stammenden Band Killswitch Engage, die nun am 16. August 2019 ein neues Werk namens Atonement veröffentlicht haben. Erneut mit Frontmann Jesse Leach. Was ich persönlich befürworte und schon bei Incarnate ziemlich gut fand. Wie es nun mit dieser neuen Langrille läuft, wird sich zeigen.

Eine der dienstältesten Metalcore-Kapellen kommt mit einem Album daher. Was ist also zu tun? Gerade in Zeiten in welchen die Hörer damit überschwemmt werden, immer weniger Risiken und Experimentierfreudigkeit an den Tag gelegt wird? Und überhaupt. Der Kunde ist König gilt hier nicht zwingend. Man hofft, dass es auch für den Hörer stimmig ist, die möglicherweise unterdrückte Experimentierfreudigkeit verziehen wird und das Enderesultat gut genug stimmt damit die wogen geglättet werden. Das gilt allerdings nicht nur für Killswitch Engage, sondern ist überall zu finden. Das kann man entweder allen Bands zum Vorwurf machen, die sich darin selbst einsperren oder keine.

Die Anleihen aus dem Thrash-Genre kombiniert mit der bekannten Affinität für Melodien kommt hier ebenfalls zum Tragen. Howard Jones, seines Zeichen ehemalige KSE-Sänger / Shouter ist bei The Signal Fire zu hören. Einem Stück, dass den Zusammenhalt, die Loyalität, zwischen Band und Jones deutlich machen soll. Auf The Crownless King ist Chuck Billy von Testament mit seinem speziellen Gesang zu hören. Damit wären die Thrash-Einflüsse auch in Person und an den Shouts vorhanden.

Die Lyrics sind weiterhin nachdenklich und spirituell. Letzteres muss nicht sein, muss aber jede/r selbst wissen. Mich spricht erstes eher an und selbst wenn letztgenanntes das nachdenkliche nicht zwingend ausschließt, kommen die Stücke bei mir in einem solchen Kontext einfach nicht an. Privatsache. Nichtsdestotrotz ein melodiöses Album mit den typischen KSE-Sound, das gut zu Incarnate passt und dort anknüpft. Vielleicht dennoch eher als 3,5-Wertung zu verstehen.

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