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Snowfall #7

Das Fanzine Snowfall #7 trägt den Untertitel Denkheft für misanthropische Astropunks und es werden Kalle und Hauke von Instinct of Survival, Mandrax und Tek von Tacheless, Tormentor von Desaster, der Schweizer Tieranwalt Dr. Antoine F. Goetschel (Autor von Tiere klagen an und Animal Spa) sowie Sille vom Schreikrampf Paperzine und Vulgar Records. Außerdem schreibt Maik Godau einige Kolumnen, darunter: Religion und Faschismus, Das Reichkonkordat und ein Comic. JerK Götterwind steuert das Bienen und Menschen-Gedicht bei und Katja und Tayk vom Krachmanifest sind dieses Mal an der „Hör mal wer da kracht“-Reihe dran.

© Snowfall #7
© Snowfall #7

Das erste Mal mit dem Snowfall-Fanzine alleine. Ein Date der besonderen Art. Ich habe ein Faible für deftige Musik, das Heft bietet mir auf 80 DINA5 Seiten genau das. Außerdem inklusive Religions- und Kirchenkritik. Vernünftig. Sint, der Hauptautor und Macher das Hefts, philosophiert zu Beginn allerdings über das Fanzine-machen. Ja, das ergibt Sinn, so ein Fanzine aber auch Reflektion.

Von den interviewten Bands besitze ich keine einzige Platte und nur von Instinct of Survival habe ich gehört, wollte ich recherchieren (via Facebook) und musste dann feststellen (vorher) via Metal Archives, das Bandmitglied Pacik kürzlich verstorben ist. Das ist echt ein Mist. Rest in Peace. Trust in crust.

Beim Geschmack von Sint fielen mir sofort Nightbearer (HM-2-Death Metal, neues Album kommt auch bald…) ein, die ich an dieser Stelle interviewt hatte, und eine Band, die ich aktuell höre, um sie bald zu besprechen und Black Metal spielen. Erstere kommen aus Paderborn, zumindest einige (kann man sich der Stadt bezüglich Religion auch direkt widmen) und letztgenannte aus Belgien. Denke, die würden hier auch gut reinpassen. Nightbearer vor allem auch, weil der Sänger auch einiges zu sagen hat und mit Despised auch eine andere hörenswerte Band am Start hat.

Ich muss zugeben, ich bin schon ein Freund von Kirchen- und Religionskritik, habe mich daher ziemlich auf die Artikel gefreut und bin auch danach noch begeistert. Klar, kann länger und ausführlich sein. Andererseits, ist der Platz halt begrenzt. Mit einer der Gründe warum ich online gegangen bin. Damit lassen sich ganze Fanzine-Serien veröffentlichen und man schafft es immer noch nicht dieses Mammutthema zu erlegen. Schöne wichtige Themen. Gerade, weil die Kirchen dazu neigen immer eine handvoll Leute herauszustellen und meinen damit ist getan. Was kommt als nächstes? Jeder bekommt einen Gedenktag, der sich nicht an Kinder, Jugendliche etc. vergriffen hat? Ja, ist schön, dass auch die Kirche einige Personen inne hatte, die sich geweigert haben mitzumachen. Stellbrink, einer der Lübecker Märtyrer wird gerne von beide Kirchen hervorgehoben.

Das Interview mit dem Tieranwalt zum Thema Tierrechte, Tierschutz, dem GAL Projekt und einigem mehr ist ziemlich lang und oft wiederholend in den Antworten. Außerdem nach einer zu langen Überdosis von Peta und Co. stehe ich gewissen Themen, Argumenten skeptisch gegenüber und dafür anderen wiederum offener. Und ja, trotz allem weiß und erkenne ich, dass hier vieles falsch läuft und zumindest tendenziell verbesserungswürdig ist. Auch hier gilt: Trotz meiner Skeptik, weiß ich, dass es ein wichtiges Thema ist. Ich bin nur vorsichtiger geworden.

Insgesamt darf ich festhalten, dass das Snowfall #7 eine gelungene Premiere war und die Fanzine-Welt äußerst bereichert. Die Interviews sind lang, ausführlich und haben interessante Fragen. Nicht nur Band kommen vor, dass ist auch gut und erfreulich. Ich habe mich anschließend auf die #8 gestürzt und stelle die in einigen Tagen ebenfalls hier mal vor.

Kaufen könnt ihr das Snowfall #7 u.a. bei Kink Records

Fazit
Review Datum
Reviewed Item
Snowfall #7
Bewertung
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