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Plastic Bomb Nummer 111

Ronja Schwikowski, als Herausgeberin, sowie Basti, Schlosssi, Maks, Iron Bob, Swen, Philipp und viele mehr haben hier wieder an den Tasten gesessen und die Plastic Bomb Nummer 111 fabriziert. Ein Schnappes lag dem Fanzine dann wegen der Schnapszahl dennoch nicht bei. Sie schützen auch ihre Leser_Innen, sehr lobenswert.

© Plastic Bomb Nummer 111
© Plastic Bomb Nummer 111

In dieser Ausgabe gibt es einige spezielle Interviews, Berichte und Co. Erstere wurden mit VSK geführt, eine – sag ich jetzt mal so – Fortführung von einer damaligen Band namens Versaute Stiefkinder sowie Oiro, Turbostaat, Terrorgruppe, Wendy Sucks, Fisch und Oldrik. Aber es gibt auch einen Bericht von und über Anti-Flag. Hier schreiben Menschen die einen Stand gemacht haben auf einigen Konzerten ihre Erfahrungen auf. Mich hätte der Stand ja interessiert. Ließ sich nur aus einem Foto erschließen und wenn man den Text gelesen hat und dachte, joa, vielleicht sind das die Shirts, die verschenkt wurden, dann weiß ich gegen Ende des Berichts, was für ein Stand betrieben wurde. Außerdem wurden 10 Stücke von Ton Steine Scherben genommen und darüber einige Worte verloren.

Weitere Artikel betreffen Corona Verschwörungstheorien – hier mal Infos warum mensch nicht von Theorien in diesem Zusammenhang sprechen sollte1 – im Rahmen von Geschichten aus der Gruft. Dann gibt es noch einen Bericht von Kai Strafes – von Die Strafe – Geburtstagsparty, eine Vorstellung von aktuellen Label-Releases vom Plastic Bomb Label, den 10. Teil zur Seenotrettung, einen weiteren Einblick in Story of a Skinhead und Athen Teil 2. Zum letztgenannten sei gesagt, dass der Text sich extrem ungünstig liest (und ja, ich weiß, dass ich das von sicheren Räumlichkeiten ohne Bedrohung, ohne Schikane so leicht sagen kann, ändert nichts daran, dass ich das nicht gut finden kann oder tolerabel finde (auch Toleranz hat ihre Grenzen)). Viel in Richtung: Yeah, Gewalt gegen Polizei (und ja, es ist Verteidigung und ja, kann ich leicht sagen…). Liest sich halt so, muss nicht stimmen. Empfinde ich als äußerst ungünstig und war froh, dass ich das woanders schon gelesen habe und den Bericht irgendwann überspringen musste. Sorry.

 

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buch7(**)

 

 

 

Alles in allem sind die nicht ganz fünfzig DIN A4 Seiten wieder an mir vorbeigeflogen. Was auch meint: Dass das trotz aller Punkte, die mir ggf. negativ aufgestoßen sind, sich leicht, gut und interessant gelesen hat. Und ich habe auch einige Dinge vergessen. Texte von Maks und Chris Scholz beispielsweise. Die sind auch wieder dabei. Gute Ausgabe, gute Arbeit. Freue mich auf mehr.

Kann mensch hier kaufen.

  1. https://www.zeit.de/campus/2020-05/falschinformationen-verschwoerungstheorien-coronavirus-bill-gates-5g-lydia-benecke []
Fazit
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Plastic Bomb Nummer 111
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Plastic Bomb Nummer 111