Press "Enter" to skip to content

Okapi Riot V

Es ist gleich eine Doppelpremiere mit dem Unterton eines freundlichen, ehrlichen Hinweises. Reviews sind generell niemals objektiv. Hier nicht, woanders nicht. Hier bin ich vielleicht noch etwas beeinflusster. Denn, um zur erwähnten Doppelpremiere zu kommen, es ist nicht nur meine erste Okapi Riot Ausgabe, sondern ich bin auch Teil eben dieser. Okapi Riot V. Mit zwei Beiträge von mir. Ich kann es aus verschiedenen Gründen nicht glauben. Zum einen für mich brisante Themen, zum anderen mit Klarnamen. So oft wie ich das Gefühl habe mich kneifen zu müssen, mag ich mich auch nicht kneifen. Eigentlich gar nicht. Es könnte also sein, ich träume all dies. Wahrscheinlich eher nicht. Aber… wer weiß.

© Okapi Riot 5 November 2019
© Okapi Riot 5 November 2019

Das Titelbild beschreibt nicht nur die Jahreszeit, sondern auch meine Beiträge ganz gut. Wobei es Jahreszeit unabhängig ist. Mehr mag ich schon nicht zu meinen Sachen schreiben. Diese zu bewerten überlasse ich anderen. Ich freue mich einfach, dass ich Teil sein durfte und bin.

Okapi Riot V beginnt klassisch unklassisch mit zwei Vorworten. Zurecht freut sich Macherin Bianca darüber, das Ergebnis in Händen zu halten. Gleichzeitig geht damit auch eine Menge Stress einher. Umso schön, dass sie nicht ans Aufhören denkt und immer wieder neuen Schwung gewinnt.

Danach folgen Collagen von Apu zum ADM in Amsterdam, das im Dezember dem Erdboden gleichgemacht wurde und eine Menge Wohn- und sonstiger Raum verloren gegangen ist. Daher gibt es einen schönen Artikel begleitend dazu, in dem auch das Revier 5 in Stuttgart erwähnt wird. Dass es – deprimierend, ich weiß – ebenfalls nicht mehr gibt. Inklusive Filmempfehlung: FREIE RÄUME – Die Geschichte der Jugendzentrumsbewegung.

Danach folgt ein anonymer Beitrag zum Okapi Riot Zine Workhop. Klingt gut und weiterhin viel Erfolg. Dann gibt einen Erlebnisberichte einer Freiwilligen bei einem Community Project der Cooperative El Silencio in Costa Rica. Richtig interessant, wenngleich auch nicht sonderlich erbauend. Aber es ist ein wichtiger Einblick.

Dann gibt es einen verkürzter Auszug aus Become The Woman You Want To Be zur Thematik Geschlechtsidentitäts- und Geschlechterrollenentwicklung. Interessant aber etwas sperrig und daher nicht sooo locker zu lesen.

Auch wird Second Bandshirt zum 5-jährigen Jubiläum gratuliert und erklärt, was sie genau nochmals machen. Danach folgt ein Interview mit ISIUWABERLIN. Gefolgt von einem Beitrag zu Body Shaming, psychische Gewalt, Sex, Selbstbefriedigung.

Es gibt noch so viel mehr. Zusätzlich zu Zeichnungen, einem Comic et cetera, gibt es auch noch zwei Beilagen. Ein Interview zu einem etwas anderem Malbuch, das verknüpft ist mit sozialem Engagement sowie mit Knochenschiff einem Fanzine im Fanzine. Letzteres beinhaltet eine offene Geschichte, die sicherlich seine LeserInnen findet. Ich fand keinen Zugang dazu. Oder nicht richtig.

Puh, viel Inhalt, den ich so nicht gewohnt bin. Was wiederum gut ist. Erweitert den Horizont. Vieles, was sich verstehe aber nie auf diese Art selbst erfahren habe. Aber dennoch zum Teil ein ähnliches Empfinden hatte/habe. Meine Texte, meine Nachdenklichkeit, meine Diagnosen etc. kommen sicherlich nicht von irgendwoher. Aber ich vergleiche mich hier nicht. Mag ich nicht, will ich nicht. Individuell, daher sowieso nicht vergleichbar. Viel wichtiger ist Empathie, eine Stütze, eine Sicherheit, dass die Hilfe nicht weg bricht und man wieder auf den Boden knallt. Vor sich hin kriecht, alleine, Rückzug wäre vorprogrammiert. Ich schweife ab. Danke an alle, die Beiträge eingereicht haben. Schöne Ausgabe mit interessanten Inhalten.

Okapi Riot bei FB

Okapi Riot Shop

E-Mail: okapiriot -at- gmail.com

Bisher noch keine Bewertung / No ratings yet. 🙁

Hallo Besucher, bewerte doch ebenfalls!

Fazit
Review Datum
Reviewed Item
Okapi Riot V
Bewertung
41star1star1star1stargray
-Advertisment-