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Statement zum Datenleck im Gesundheitswesen

Laut den Recherchen des Bayerischen Rundfunks in Kooperation mit der US-Investigativplattform ProPublica sind Datensätze von mehreren Millionen Patientinnen und Patienten weltweit auf ungeschützten Servern im Netz gelandet. Davon stammen mehr als 13.000 Datensätze aus Deutschland. Darunter so etwas wie Brustkrebsscreenings, Wirbelsäulenbilder, Röntgenaufnahmen et cetera.

Dr. Jochen Sunken, Abteilungsleiter Gesundheit und Patientenschutz bei der Verbraucherzentrale Hamburg:

„Gesundheitsdaten sind hochsensible Daten. Entsprechend hoch müssen die Sicherheitsvorkehrungen zum Schutz dieser Daten sein. Dass Tausende Datensätze mit hochaufgelösten Bildern von Patientinnen und Patienten aus Deutschland ungesichert im Netz liegen und jeder darauf zugreifen kann, ist ein Skandal! Auf dieses Datenleck darf es kein staatliches Schulterzucken geben. Es muss sichergestellt werden, dass Unbefugte keinen Zugriff auf Gesundheitsdaten bekommen. Hierzu brauchen wir verstärkte Kontrollen im Gesundheitssektor und empfindliche Strafen bei Missachtung.“