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Mrs. Greenbird im Short & Sweet-Interview

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© Manuela Zander - Mrs. Greenbird
© Manuela Zander – Mrs. Greenbird

Mit Mrs. Greenbird konnte ich via E-Mail ein sogenannten Short & Sweet-Interview machen. Ungewöhnliche Fragen mit ungewöhnlichen Antworten. Teils ausführlich, teils auf den Punkt gebracht. Allerdings immer informativ. Viel Spaß mit dem Interview von und mit Mrs. Greenbird.

Was ist Dein aktueller Musiktipp?

Brandi Carlile – By the way I forgive you

Beeinflusst Dein Studium, Dein erlernter Beruf, die Art, wie Du Musik schreibst / machst, Dinge betrachtest und verarbeitest?

Ich bin studierte Sozialpädagogin und habe fast 10 Jahre im sozialen Bereich gearbeitet. Man erlebt sehr viel Schönes, lernt unheimlich viele verschiedene, interessante Menschen und Schicksale kennen und sieht leider auch viel zu oft, wo unsere Sozialpolitik versagt. All diese Geschichten prägen einen Menschen, man nimmt Sie mit und ganz bestimmt werden Sie bewusst oder auch unbewusst in Songs verarbeitet. In unseren Songs dreht sich vieles um Ermutigung, Hoffnung, Mitfühlen und Trost. Manche Songs handeln vom Aufbruch, Veränderung, nicht wegsehen wollen. Wir singen beispielsweise über Themen wie Diskriminierung, Inklusion, Depressionen oder auch Umweltverschmutzung…

Dein (musikalischer) Held ist?

Brandi Carlile, aber auch Jason Isbell und Dolly Parton. Meine Songwritinggötter.

Bei welchem Film-Soundtrack hast Du Dich gegruselt?

Ich gucke nur sehr selten Filme und, wenn dann nur mit tollen Soundtracks.:-)

Gab es jemals eine Frau / einen Mann, die / der Dich vor die Wahl gestellt hat: ich oder die Musik?

Glücklicherweise nicht. Für meinen Mann und mich war immer klar: Uns gibt es nur mit Musik. Also haben wir Nägel mit Köpfen gemacht und einfach eine Band gegründet. Jetzt kann also nichts mehr schief gehen.

Welche andere Namen für eure Band standen noch zur Debatte?

Unser ursprünglicher Bandname lautete „for mrs.greenbird’s sake. Das konnte sich aber Niemand merken, also haben wir kurzerhand den Anfang und das Ende gestrichen und uns für die Namensmitte entschieden.

Was ist der Sinn des Lebens?

Das werden wir wohl erst erfahren, wenn wir sterben. Aber je älter ich werde und je länger ich darüber nachdenke, desto mehr komme ich zu dem Schluss, dass der Sinn des Lebens wahrscheinlich darin liegt, jeden Tag ein Stückchen mehr zu Lernen bedingungslos zu Lieben. Uns selbst und unsere Mitmenschen mit Allem, was dazu gehört. Dazu gehört für mich auch vergebender, verzeihender, großzügiger, liebevoller, geduldiger und so vieles mehr mit uns selbst und Anderen zu sein. Am Ende sind wir alle irgendwie Eins.

Apropos Sinn des Lebens: Wie sehr hilft euch das künstlerische Schaffen, um depressive Anflüge fern zu halten und was tut ihr sonst noch dagegen?

Musik entspannt und befreit. Musik machen schützt vor Depressionen, weil es glücklich macht. Wenn ich einen Song geschrieben haben, wo ich wirklich stolz drauf bin, könnte ich danach 3 Wochen durch die Wohnung tanzen. Das ist für mich Glück pur. Was Schöneres gibt es kaum.

Bitte erzählt unseren Lesern etwas über das aktuelle Album, wie es entstanden ist, welche Einflüsse darauf zu hören sind und um welche Themen (usw.) ihr behandelt.

Das Songwriting zu den Songs auf unserem neuen Album haben wir schon vor 4 Jahren begonnen. Manche Songs sind wie im Flug entstanden, the simple things zum Beispiel. In einer Stunde kam Alles aus mir heraus gesprudelt. An anderen Songs haben wir uns die Zähne ausgebissen. Die Musik zu „like a song in my head“ haben wir in Schweden geschrieben und uns schwirrte immer nur diese eine Zeile im Kopf herum, aber mehr auch nicht. Erst 2 Jahre später hat es Klick gemacht und der Text zum Song war plötzlich da.
Den Song „learn how to love you“ haben wir mit einem befreundeten Musiker aus Nashville geschrieben. An der Musik haben wir mehrere Wochen gearbeitet und für den Text haben wir ganze 13 DINA4 Seiten voll geschrieben und uns daraus dann die schönsten und berührendsten Zeilen rausgepickt. Wir wollten kein typisches Liebeslied schreiben und auch keine Zeilen, die man schon tausendmal vorher zum Thema Liebe gehört hat.
Also haben wir das Thema von Hinten beleuchtet und uns gefragt, was macht man als Paar, wenn die Liebe flöten geht und wie schafft man es überhaupt für immer verliebt zu bleiben?
Produziert haben wir das Album in unserem eigenen Studio in Köln Nippessippi. Wir haben sehr viel ausprobiert, auch mal elektronische Klänge und vieles wieder verworfen. Da wir ganz frisch unser eigenes Plattenlabel gegründet hatten, konnten wir musikalisch tun und lassen, was wir wollten. Wir haben uns nur überlegt, was der jeweilige Song braucht und, was uns gefällt und nicht, was man alles ändern müsste um aus dem Song eine Radionummer zu machen.

Wie sehen eure Zukunftspläne aus?

Wir werden zum Albumrelease im April/Mai auf Tour gehen, im Sommer einige Festivals spielen und dann nochmal im Herbst/Winter touren. Dazwischen wünschen wir uns noch ein paar neue Songs von uns zu produzieren und auf unserem eigenen Label zu veröffentlichen und auch mehr für und mit anderen Künstlern zu schreiben und diese zu produzieren. Auch haben wir uns das erste Mal für einige Festivals und Showcases im Ausland beworben und sind gespannt, was passiert…

Website: www.mrsgreenbird.com

Dark Waters Tour:
Tickets: https://mrsgreenbird.com/ticketshop
16.04.19 Hamburg
17.04.19 Kiel
18.04.19 Cuxhaven
20.04.19 Hoyerswerda (Sold Out)
21.04.19 Hoyerswerda (Sold Out)
23.04.19 Hannover
24.04.19 Darmstadt
26.04.19 Zwickau
27.04.19 Westhofen
29.04.19 Köln
03.05.19 Worpswede
09.05.19 München
10.08.19 Affalterbach
23.10.19 Aschaffenburg
24.10.19 Karlsruhe
25.10.19 Wiltingen
29.10.19 Jena
30.10.19 Dresden
31.10.19 Leipzig
02.11.19 Hildesheim
03.11.19 Goltzow
06.11.19 Berlin
07.11.19 Frankfurt a.M.
09.11.19 Gaggenau
10.11.19 (AT) Götzis
14.11.19 Münster
16.11.19 Klötze
26.11.19 Unna
27.11.19 Bielefeld
28.11.19 Göttingen
06.12.19 Eckernförde
07.12.19 Bremen

-Werbelink-
Mrs. Greenbird – Dark Waters KAUFEN

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