Avatar - Avatar Cover
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Track-by-Track-Special von Avatar zum neuen Album Avatar

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Track-by-Track-Special – Johannes von der Band Avatar schrieb dieses Track-by-Track-Special zum gleichnamigen Album „Avatar“. Viel Spaß beim Lesen und den vielen Background-Infos zu den einzelnen Songs.

Queen of Blades – Ich denke, dass dies einer frühestens war die es bis zum Album gebracht haben. Jonas tauchte eines Tages auf mit einigen großartigen Teilen und alles saß samt Tapping und allem anderen Schnick-Schnack schon an Ort und Stelle. Es brauchte eine Million Änderungen bevor es so klang wie jetzt. Es ist eine Kampfhymne, dass dem von mir favorisiertem Team im Computerspiel Starcraft – den Zerg – Tribute zollt. Auf eine gewisse Art und Weise zollt es der animalischen Art des Menschen ebenfalls Tribute und zeigt den ganzen Maschinen in denen wir sind den Stinkefinger.

The Great Pretender – Dieser Song handelt vom Auf und Ab wenn man zur Spitze dessen klettert was man nicht ist. Es beginnt auf der Spitze mit dieser Art eines “Heuchlers” de rim Mittelpunkt steht und den Traum eines anderen lebt. Am Ende muss er von der Spitze kommen und wird mit jedem Schritt immer realer. Er muss für jede Tat bezahlen und wir lebendig verschlungen von denen die er benutzt hat. Es handelt davon man selbst zu sein und musikalisch ist es genau das gleiche. Für mich war das Songwriting ein Statement an die sichtbare Realität.

Shattered Wings – Eine destruktive Person geht mit Augenbinden durch das Leben. Sie sieht nur den Schmerz den sie anderen brachte und die Leute die sie haben fallen lassen, zu blind um zu realisieren das jemand ebenso verletzend sie braucht. Wir hatten den Chorus seit Monaten aber es passte nirgends – egal wo wir ihn einfügten. Es war eine Ballade, ein Grind-Song… Es war alles. Dann nahmen wir Teile eines anderen Song, welche nirgendwo hinführte, und hatten plötzlich den Verse und den Mittelteil. Der Pre-Chorus war pure Logik. Wir kamen zu einem tollen Ergebnis, aber es wirklich schwer.

Reload – Jonas kreierte 99% der Musik während der Rest von uns gegessen hat. Wir kamen zurück und John schlug ein Lead von einem anderen Projekt vor und das war es. Der Song handelt von Bonnie und Clyde und dem ganzen “renn weg mit dem Zirkus”-Dinge. Tobias Lindell schockierte uns mit den Intro-Samples und einem verrückten Re-Editing. Das eine Sache die ihn zu etwas besonderen macht. Er fragt nicht nach Erlaubnis bevor er seine Sachen ausprobiert.

Out of Our Minds – Dieser Song basiert ausschließlich auf Gefühl. Jonas kam mit dem größten Teil an aber wir zogen es als gesamte Gruppe über die Ziellinie. Obwohl es eine Menge intensiver Parts hat, bekomme ich immer ein melancholisches Gefühl dabei. Es dient als Hintergrund um zu versinnbildlichen wenn man mitten in der Nacht Auto fährt und der Tod in seinen Gedanken vorherrscht. Ich sehe eine leere Straße auf dem Land während der Nacht. Blind gegenüber der Geschwindigkeit die du drauf hast und dem Tod im Kopf. Es bringt mein ganzes Bedauern auf den Punkt mit dem ich eine Zeit lang zu kämpfen hatte.

Deeper Down – Dieser Song war anfangs komplett anders. Ich schrieb das Stück mit der Intention ein großes, riesige progressives Stück verwirrter abstrakter Kunst zu machen. Am Ende klangen die Straight-Forward-Momente so viel besser, dass wir den Song zu einer Trinkhymne umschrieben. Dieser hat einerseits das Bedauern im Hintergrund anderseits offeriert er aber auch eine Lösung in Form eines kalten Bieres. Am Nachmittag eines Samstags aufwachen, nach einer langen Nacht am Freitag, mit Kopfschmerzen und einem flauem Gefühl in der Magengegend, realisierend, dass du das selbe in ein paar Stunden wieder tun wirst. Das Leben ist eben doch süß.

Revolution of Two – Müde vom zurückgehalten und unterdrückt warden sagst du irgendwann einmal “genug ist genug” und stehst auf und kämpfst. Es ist die immer wieder auftauchende Kern-Message von Avatar – realisiere deine volles Potential und sich von Niemanden sagen lassen wie man sein eigenes Leben zu leben hat. Musikalisch gesehen war dieser Song eine wahre Achterbahnfahrt. Er wurde das Thema viele Experimente. Du wirst darin Züge einer Zirkusmelodie finden aber ebenso von Broadway-Musicals. Zusammengemischt zu etwas sehr epischem.

Roadkill – Wenn du ein Feuer entfachst gibt es immer ein paar Dinge die brennen werden. Dies ist eine Hymne an die Leute die niemals richtig lernten mit den Flammen umzugehen. Dies ist eines meiner Lieblingsbeispiele wenn wir zeigen wollen was mit „Metal trifft auf Rock and Roll“ meinen. Es ist ein Rock-Song mit dem Groove einer Big-Band aber viele Ideen kommen aus den alten Tagen des Old-School-Death-Metals. Wir mischten dies mit hohen Heavy-Metal-Gesang auf unserer eigenen Art und einigen kranken Melodien. Da hast du es!

Pigfucker – Es fühlt sich gut an Thrash zu spielen, ja, das tut es. Es handelt von einem alten Freund und meiner Ex-Freundin. Ich fühle mich mittlerweile viel besser. Danke. Die einzige Herausforderung war, diesen Song so kurz und intensiv wie möglich hinzubekommen. Meiner Meinung nach haben wir den Song am Ende perfekt ausbalanciert hinbekommen.

Lullaby (Death all over) – Zwei songs vereinten sich zu einen einzigen. Er handelt darum Abschied zu nehmen, als erstes zu etwas geliebten und dann von allen anderen Dingen. Die erste Hälfte ist eine Liebestragödie ursprünglich dem Kopf von Simon entsprungen. Es blüht auf zu einem großen Finale mit der reuelosen Entschlossenheit den ganzen Höllentrip namens „Avatar“ noch zu toppen. Die finale Message ist, dass es da draußen keine Götter gibt zu denen man beten kann und es keine Hoffnung zu finden gibt. Es gibt nichts größer als den Moment – gerade jetzt – und das war es. Wir sind alle verbunden und wir sind alles eins. Es gibt keine höheres Wesen. Gott ist in dir. “Think big” Cheers!

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