(c) Universal Music - Silly
Interviews

SILLY (Uwe Hassbecker + Ritchie Barton) im Short & Sweet-Interview

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Mit den Musikern Uwe Hassbecker und Ritchie Barton von der Band Silly konnte ich kürzlich ein Short & Sweet führen. Wir haben natürlich über die Wutfänger-DVD gesprochen aber auch dem schlimmsten Verbrechen, dem die Band zum Opfer gefallen ist, das mieseste Tourfahrzeug, Komponisten, Dramatik, Zukunftspläne und mehr.

1. Ich suche gerade … und zwar weil … ?

Uwe: Etwas Zeit für mich… weil ausgerechnet davon immer zu wenig vorhanden ist.

2. Euer übelstes Tourfahrzeug bisher?

Uwe: Ein Barkas B-1000. Laut, ungemütlich und im Winter arschkalt.

Ritchie: Bei mir war es eine sogenannte „Balkanziege“ Das war so ein „Tatra“ Kleinbus. Der wurde uns Mitte der Achtziger bei einer Rumänien Tour von der dortigen Agentur gestellt. Mitten im Winter, einen Monat lang. Kalt, zugig und ein schlechter Fahrer noch obendrauf. Das war echt Hardcore.

3. Welcher klassischer Komponist teilt euren Sinn für Dramatik?

Uwe: Nicht so leicht bei 4 Bandmitgliedern. Vielleicht treffen wir uns bei Gustav Mahler.

Ritchie: Ja, da gehe ich mit. Schostakowitsch würde ich vielleicht noch mit nennen. …oder vielleicht auch Rachmaninow. Du merkst schon, da gibt´s nicht den Einen.

4. Das letzte mal als Du Glück hattest?

Uwe: War heute früh, so wie an jedem guten Tag. Aber noch mehr Glücksgefühl kommt auf, wenn wir spielen und auf Tour sind. Für uns eigentlich neben der Zeit mit unseren Familien, die schönsten Momente.

Ritchie: Das letzte große Glück, welches ich hatte, war sicherlich die Geburt meiner Kinder. Oder auf musikalischer Ebene auch das Wiederaufleben der Band mit Anna.

5. Wenn Du in die Haut einer Frau schlüpfen könntest, für wen würdest Du Dich entscheiden?

Uwe: Für meine Frau.

Ritchie: Ach, ganz ehrlich, das ist mir sehr schwer vorstellbar. Und entscheiden könnte ich mich da schon gar nicht, bei so vielen wunderbaren Frauen um mich herum.

6. Wenn Du in die Haut eines Mannes schlüpfen könntest, für wen würdest Du Dich entscheiden?

Uwe: Für mich.

Ritchie: Für meinen Sohn. Der ist zwar noch kein Mann, wird aber einer werden und hat dann noch alles vor sich.

7. Welchem Verbrechen ist eure Band schon mal zum Opfer gefallen?

Uwe: Mord. In einer Folge der Krimiserie SOKO Leipzig drehte sich alles um unsere Band. Unser Tourmanager wurde während eines Silly-Konzertes ermordet in der Garderobe aufgefunden. Auch wir wurden verdächtigt.

Ritchie: Ansonsten war wohl das Schlimmste, was wir erlebt haben Jeans Klau, direkt aus der Garderobe während eines Auftritts in der damaligen Sowjetunion.

8. Wo siehst Du Dich in 10 Jahren?

Uwe: Mit etwas Glück noch da, wo wir heute sind und am liebsten auf der Bühne.

Ritchie: Das gilt zu 100% auch für mich.

9. Bitte erzähl unseren Lesern etwas über die DVD Wutfänger – Das Konzert.

Uwe: Wir haben in der Vorbereitung unserer Wutfänger Tour einen ziemlich großen Aufwand betrieben. Wir haben spezielle Lichtelemente bauen lassen, haben lange am Sound- und Lichtkonzept gefeilt, haben versucht, die Dramaturgie der Songs und des Konzertes zu optimieren, für ein unvergessliches Live Erlebnis. Das alles wurde mit eben so viel Liebe zum Detail, in Bild und Ton aufgenommen und gemischt und bis hin zum im Musikbereich noch relativ seltenen Dolby Atmos Tonmix der Kinoversion veredelt. Ein Konzertfilm, der auf jeden Fall Spass macht.

10. Wie sehen Deine / Eure Zukunftspläne aus?

Uwe: Wir freuen uns zunächst auf unsere aktuellen Babys und den Kinostart unseres Dokumentarfilms SILLY – Frei von Angst am 16.11.2017. Wer mehr über SILLY erfahren will, dem sei der Film ans Herz gelegt. Eine ehrliche und ungeschminkte Dokumentation, über eine Berliner Band, die es in ihrer nun fast 40-jährigen Geschichte, trotz aller Höhen und Tiefen, immer wieder geschafft hat, sich treu zu bleiben, aber trotzdem neu zu erfinden.
Natürlich freuen wir uns auch auf weitere Openair Shows im Sommer 2018 und andere Überraschungen.

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