(c) der freitag 42-18
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der freitag – 42/18

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Mit der freitag – Das Meinungsmedium liegt mir, meine ich, die erste Ausgabe vor, die ich lese beziehungsweise gelesen habe. Mich hat interessiert, wie die Teilstory über die Grünen zu verstehen ist. SPD? Nein danke – steht dort. Außerdem sinngemäß dass das, was heute als links gilt, von den Grünen dargestellt wird. Außerdem ist von neuen Perspektiven die Rede, die durch Resultate der Bayern-Wahl entstanden sind und was die Unteilbar-Demonstration aufgezeigt hat. Zudem gibt es ein Interview mit Sahra Wagenknecht, einen Artikel über die wieder entdeckte Künstlerin Lotte Laserstein, das Ende des Neoliberalismus wird ebenso thematisiert. Dazu kommen noch Artikel über ein Kunstprojekt zu Sexarbeit, einem Autor im Gefängnis saß und einiges mehr. Viel politisches, wirtschaftliches aber eben auch kulturelles, künstlerisches.

Dabei musste ich allerdings feststellen, dass ich entweder einen unzureichenden Wortschatz habe oder die Zeitung – und das ist etwas, was ich früher schon nicht mochte – sich ganz schon geschwollen ausdrückt. Wenn man Printmedien und nun auch Online-Medien als Möglichkeit zur Bildung wahrnimmt, die den Leser binden, begeistern, informieren will und soll, dann wird dadurch das Ziel verfehlt. Meine Lust sinkt, wenn ich derlei Artikel lese.

Gehört das so? Also, von der Journalistenschule aus? Machen das Medien absichtlich um gehobener, intellektueller zu klingen? Ist das Ziel nicht aufzuklären? Macht das Spaß mit einem Fremdwörterbuch da zu sitzen, obwohl es die Muttersprache ist, die man hier liest? Mit der man sich am ehesten und besten informieren kann? Andererseits kann man natürlich das als Chance sehen: Fremdwörterbuch, nachschlagen, lernen, verinnerlichen – immer auf Dauerschleife, selbst dann, wenn man eigentlich nur informiert werden möchte. Mit dem größtmöglichen Spaßfaktor. Mir macht das Lesen Spaß ebenso auch das Lernen. Und damit stecke ich, ebenso wie die Medien, die sich so artikulieren – aus welchen Gründen auch immer – in einer Zwickmühle. Einerseits lästig, andererseits Chance zur Steigerung des Aktiv- und Passivwortschatzes. Zum einen richtig gute und wichtige Inhalte, zum anderen die Qual sich dadurch Arbeit zu wollen / müssen. Man hat ja dafür bezahlt und möchte jetzt halt auch den Inhalt kennen. Glossar vielleicht? Direkt lesen und lernen, statt zusätzliches Wörterbuch. Möglich. Andererseits müssen die Druckkosten im Auge behalten werden. Zwickmühle again. Vier Sterne, obwohl 3,5 realistischer sind. Vor allem wegen der Steigerung nach oben – Zwickmühle – und den tollen Inhalten.

Werbelinks:
* Die Grünen. Das Buch - -



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der freitag – 42/18
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