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Wunschkind von Oomph!

Im Jahr meines 18. Geburtstags erschien das vierte Studioalbum der Band Oomph! mit dem Titel Wunschkind. Es behandelt die Thematik des Missbrauchs und ist damit ein Konzeptalbum (nicht das erste: Sperm hatte / hat Sex und Pornografie als Reizthema). Der Vorgänger Defekt war weitaus gitarrenlastiger als Wunschkind.

© Oomph! - Wunschkind
© Oomph! – Wunschkind

In Deutschland gab es für dieses Album die ersten großen Erfolge und trotz des schweren Themas wurde I.N.R.I. vs Jahwe zu einem weiteren Clubhit. Vielleicht liegt es an der häufiger in Erscheinung tretenden Anwendung von Electro-Musik.

Schon allein der Albumtitel beinhaltet so viel Druck von Eltern, ganz allgemein von Außen (die Eltern werden sicher ihre Erwartungen geschildert haben – immer und immer wieder). Diese waren dann irgendwann einmal Bestandteil der anderen Menschen. Die wiederum geben es wieder ans Kind weiter. Was Frust wachsen ließ – wie vieles andere.

Musikalisch wie merkt man ebenfalls, dass es kein einfaches Thema ist, was hier an die Hörerschaft herangetragen wird. Missbrauch, seelisch wie körperlich in allen Formen, wird hier thematisiert. Das wird hier auch auf mehreren Ebenen transportiert.

Aber auch wenn es wieder ausgewogener zu klingen scheint, gibt es hier auch härtere Gitarrenriffs zu hören. Außerdem gibt es mit Wälsungenblut und Filthy Playground zwei Instrumentalstücke auf dem Album Wunschkind zu hören.

Insgesamt ist das Werk sowohl hart als auch ruhig, electrolastig aber auch mit Gitarren versehen. Außerdem ist die Atmosphäre durchaus als beklemmend zu bezeichnen. Bei dem Thema auch kein großes Wunder.

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Wunschkind von Oomph!