At The Gates – To Drink From The Night Itself
Musik

At The Gates – To Drink From The Night Itself

At The Gates – To Drink From The Night Itself
At The Gates – To Drink From The Night Itself

To Drink from the Night Itself ist das sechste Studioalbum der schwedischen Melodic-Death-Metal-Band At The Gates, das am 18. Mai 2018 via Century Media erschienen. Außerdem ist es das erste Werk ohne Gitarrist und Mitbegründer Anders Björler, stattdessen spielt nun Jonas Stålhammar bei der Band. Dieser ist wiederum ehemaliger Gitarrist von The Crown, aktueller Gitarrist bei The Lurking Fear und einigen anderen Bands. Björler ist im März 2017 ausgestiegen.

Sänger Tomas Lindberg beschreibt At The Gates als hungrige Band und das aktuelle mit den folgenden Worten: „We’ve always been a hungry band. We’re always searching for what’s true for us, the real essence of what we want to achieve. The last record is a comeback record after 19 years. To Drink From The Night Itself is a comeback record after Anders left. That kind of pressure keeps us alive and alert, creatively. No one wanted to stop touring for At War With Reality, but Anders was, at the time, done with metal, however. We had been living and breathing metal 24/7. But we didn’t want to force Anders to stay in the band, so we waited him out. When he finally said he definitely was leaving that was the spark that ignited us. We just didn’t want to stop doing At The Gates. So, Me and Jonas [Björler] started the To Drink From The Night Itself project. We’ve been completely dedicated to this project for the past eight months. It’s been an incredible ride.”

Abgesehen davon, dass ich es spannend finde, wie der Entstehungsprozess ist und / oder war, bin ich mir nicht immer sicher, ob man als Außenstehender die Informationen immer so erfassen kann, wie es gemeint ist / war. Merkt man der Band, dass sie immer noch hungrig ist und etwas aus sich herausholen will? Auf der anderen Seite läuft man Gefahr das als Experiment oder Abklatsch abzutun. Ein Abklatsch im großen Maße, wie es die Rezeptur von AC/DC ist – und obwohl ich das nur bedingt so sehe und ich es nicht schlimm, sondern gut finde – bezweifel ich, dass diese Herangehensweise bei At The Gates funktionieren würde. Daran würden viele Anstoß nehmen. Folglich muss zumindest genug Veränderung vorhanden sein, um das Album spannend zu machen.

In Zeiten des Internet wird es zunehmend schwieriger richtig objektiv zu bleiben. Zu sehr wird man mit neuen Informationen und Meinungen bombardiert. Gerade wenn man die Musiker, die das posten schätzt oder auch die redaktionellen Mitarbeiter, fällt es schwer objektiv zu bleiben, die Erwartungshaltung halbwegs neutral zu halten und sich nicht zu viel auf das neue Album einzubilden, was weder vorliegt und / oder angehört wurde.

Doch um den Sound muss man sich keine Sorgen machen. Die Wut ist ebenso vorhanden wie die Melodien. Dennoch greift das Album nicht immer, es ist schwer zu fassen. Einerseits denke ich, das eine Freundin recht hatte als sie sagte, dass derartige Alben, wenn sie sich einmal entfaltet haben, länger im Schädel bleiben als die, die sich direkt entfalten, Ohrwurmcharakter haben und eigentlich ein Leben ähnlich einer Eintagsfliege haben. Andererseits darf es auch nicht zu sperrig sein. Ein bisschen Grip, was den Hörer auch erreicht, ist und wäre fein. Auch wenn es hier einige tolle Stücke gibt, die gut zur Band passen und was ich mit ihr verbinde, fällt es mir schwer bei einem Gros der Songs innerlich wie äußerlich mitzugehen.

Richtig funkt es hier nicht, aber so 65-70% sind schon mal eine gute Ansage. Die 4 Sterne sind eher als 3,5 anzusehen.

Werbelinks:
* To Drink from the Night Itself (Standard CD Jewelcase) - CENTURY MEDIA and At the Gates -



Wenn Sie einen Rechtschreibfehler gefunden haben, benachrichtigen Sie uns bitte, indem Sie den Text auswählen und drücken Sie dannStrg + Eingabetaste.

Fazit
Review Datum
Reviewed Item
At The Gates – To Drink From The Night Itself
Autoren-Rating
41star1star1star1stargray