Hoffnung Mensch - Eine bessere Welt ist möglich von Michael Schmidt-Salomon
Literatur

Hoffnung Mensch – Eine bessere Welt ist möglich von Michael Schmidt-Salomon

Hoffnung Mensch - Eine bessere Welt ist möglich von Michael Schmidt-Salomon
Hoffnung Mensch – Eine bessere Welt ist möglich von Michael Schmidt-Salomon

Das philosophische Sachbuch Hoffnung Mensch – Eine bessere Welt ist möglich von Michael Schmidt-Salomon ist schon vor wenigen Jahren im Piper Verlag erschienen. Es knüpft an dem Buch Keine Macht den Doofen. Eine Streitschrift. an. Letztgenanntes Buch drückt aus, was viele Menschen denken – aber so unglaublich sachlich, dass es runtergeht wie Öl und man dennoch den unweigerlichen Drang verspürt, darüber nachzudenken, was man gerade noch gelesen hat. Das Gelesene zu negieren oder zu verifizieren. Und wenn man selbstreflektiert genug ist, nicht blind durch die Welt geht, dann kann man den Versuch die Argumente zu widerlegen getrost weglassen. Denn es bringt nichts. Und so sehr Michael Schmidt-Salomon mit Keine Macht den Doofen jedem Menschen vor dem Kopf schlägt, so stark sind auch seine Argumente in Hoffnung Mensch – Eine bessere Welt ist möglich. Dafür, dass wir es dennoch irgendwie auf die Kette bekommen können und dem Titel homo sapiens, der weise Mensch, eher gerecht werden als wir es jetzt tun.

Schon im Vorwort schlägt der Autor einen deutlich anderen Ton an als in Keine Macht den Doofen. Weg von dem dort vorherrschenden Zynismus. Auch bezeichnet er in Hoffnung Mensch den Menschen als „mitfühlendstes, klügstes, phantasiebegabtestes, humorvollstes“ Tier auf der Erde. Deutlich eine andere Gangart als noch im Vorgänger.

Das Buch selbst ist in drei Teile (Die bedrängte Spezies, Die unterschätzte Spezies und im dritten geht Michael Schmidt-Salomon der Frage nach, wie die Menschheit überleben kann) und acht Kapitel gegliedert.

Der erste Teil beschäftigt sich mit dem Leben, das oft als sinnlos und absurd empfunden wird. Um das zu klären, geht der Schriftsteller auf die Philosophen Schopenhauer, Nietzsche, Camus und Sartre ein. Außerdem gibt es Einblicke in das Grundbild des Menschen, der Geschichte des Humanismus, dem Wandel der Wissenschaft und einiges mehr.

Der zweiter Teil dreht sich um die traditionellen Menschheitsfragen, wie beispielsweise die Frage nach dem Sinn des Lebens. Hier werden deutlich die Errungenschaften der Menschen hervorgehoben, die aus Medizin, Technologie, Kunst et cetera stammen. Außerdem gibt es eine deutlich positive Bilanz – sowohl auf der ethischen aber auch auf der künstlerischen, technologischen (und so weiter) Ebene.

Im dritten Teil und damit in den letzten beiden Kapitel beinhalten die 1990 von den Vereinten Nationen verfassten Menschheitsprobleme auf. Obwohl diese Probleme wie Umweltzerstörung, Ungleichsverteilung und vieles mehr nur geringfügig kleiner geworden sind, zieht Schmidt-Salomon auch hier eine positive Bilanz. Das Buch selbst endet mit einem „humanistischen Glaubensbekenntnis“. Das am Ende formulierte „(Amen)“ danach ist nicht als dogmatisches ‚So ist es!‘ zu verstehen, sondern als hoffnungsvolle Alternative ‚So möge es sein‘.

So hart wie der Vorgänger mit der Spezies umgegangen ist (unter anderem statt homo sapiens homo demens genutzt; von dem weisen Menschen zum irren Menschen degradiert – obwohl ja auch eigentlich zurecht, wenn man ehrlich ist), so hoffnungsvoll ist das vorliegende Werk. Eine Art Versöhnung. Gut argumentiert, wohl dosiert – mitunter etwas überschwänglich. Aber ich denke, dass ist dem Enthusiasmus geschuldet, der unweigerlich eine Rolle gespielt haben muss. Man sollte keine Lösungsansätze erwarten, die völlig ausgereift sind. Aber man kann. Zurecht wird unter anderem pro dem Cradle 2 Cradle-Prinzip argumentiert, für verschiedene Lösungsansätze in Sachen Börse und / oder Handel geschwärmt. Da fragt man sich auch unweigerlich, warum das nicht schon vollständig umgesetzt worden ist, so ‘einfach’ klingt das aus Sicht eines Laien, der ich ja bin. Tolles Buch mit großen Worten, schönen Argumenten und einer gehörigen Portion Vernunft.

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