Plastic Bomb #103
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Plastic Bomb #103

Plastic Bomb #103
Plastic Bomb #103

Mit dem Erscheinen der Plastic Bomb #103 wird eine neue Ära eingeläutet. Auch ein bisschen aufgezeigt, kritisiert, gemeckert, berichtet, besprochen und ganz generell viel geschrieben. Ich würde jetzt ja sagen, dass es mir nicht aufgefallen ist, dass die CD-Beilage nicht mehr da ist. Aber a) führt mein vorangegangener Satz das nun ad absurdum und b) wird es ja schon im Vorwort mindestens einmal in aller Deutlichkeit erwähnt – inklusiver aller Nachteile, die damit einhergingen.

Es ist natürlich schade, dass derartige Schritte unter anderem aus den angesprochenen Gründen im Vorwort eingeläutet werden müssen. Und es ist schade, weil die Beilage mir früher sehr gut gefallen hat. Immerhin konnte ich einige Bands neu entdecken und teilweise zu den Reviews den Sound hören. Unter anderem Tanzende Kadaver, Los Nuevos Mutantes, Wohlstandskinder, Godnose und einige andere Bands entdeckt, die ich zum Teil auch heute noch gut finde. Warum aber sollte man die Beilage behalten, wenn ich doch schreibe, dass diese mir früher gut gefallen hat. Weil ich davon ausgehe, dass nicht alle so arg wenig Zeit haben – mit dieser Website erhalte ich mehr als genug Material in allerlei Formen und ich muss die Bemusterungseingänge stark einschränken. Folglich bleibt Zeit zum Anhören. Allerdings hätte ich schon nach viel weniger Zeit vermutlich die Schnauze voll gehabt, mir das ein oder andere Gespräch anhören oder gar führen zu müssen. Daher auch (leider) nachvollziehbar. Gleichzeitig ein mutiger Schritt. Obwohl ich eindeutig sagen muss: Für mich ist es genau so richtig. Ich habe mir zur #100 ein 5er-Package Bomben-Ausgaben gegönnt und da waren zwangsläufig einige ältere dabei, deren Beilage ich bis heute nicht angehört habe und die ich bis heute nicht mal gelesen habe. Geschweige denn angerührt habe. Doch nun mal zur Plastic Bomb #103.

Es gibt Interviews mit Dividing Lines, Hysteresse, La Vase, Crude aus Japan, Cold Kids, The Damned, HC Baxxter, Zugezogen Maskulin und einigen mehr. Dazu kommen haufenweise Reviews zu Fanzines und Platten, Kolumnen, (Erlebnis-)Berichte und und und. Ein bunter Haufen aus Geschriebenen.

Alles sehr flüssig zu lesen, immer mindestens interessant manchmal auch darüber hinaus. Und für ein Punk-Fanzine im weitesten Sinne gibt es einiges an genre-fremden Empfehlungen und Interviews. Wobei: Punk findet ja eher im Kopf statt, wieso also nicht genre-fremde Künstler einbeziehen. Richtig. Das Bomben-Zine macht das schon richtig so. Und das nicht erst seit gestern, sondern auch schon vor dem Wechsel in der Chefetage. Wenn man das so artikulieren möchte. Wieder eine runde und spaßige Sache.

Plastic Bomb #103 gibt es hier zu kaufen.

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Plastic Bomb #103
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