(c) Allwetterzoo Münster - Hellrote Aras
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Allwetterzoo in Münster

(c) Allwetterzoo Münster - Hellrote Aras
(c) Allwetterzoo Münster – Hellrote Aras

Am Freitag, den 11. Mai 2018 ging es mal nach Münster samt Begleitung in den Allwetterzoo in Münster. Direkt nebenan fährt ein Boot, die Strecke führt um den Aasee herum und die Anlegestelle ist direkt am Vorplatz des Zoos und führt zum Teil auch durch ihn hindurch. Aber auch das Naturkundemuseum samt Planetarium locken mit ihrem Angebot für neugierige und wissbegierige Menschen. Doch dafür war mein Aufenthalt leider zu kurz. Gehören aber auch nicht zum Zoo.

Die Größe des Zoogeländes liegt bei 30 ha. Die Anzahl der Tiere lag am 31.12.2016 bei 3660 aufgeteilt in 326 Arten. Eintrittspreis liegt bei 18,90 (14,90) € für Erwachsene, 10,90 (8,90) € für Kinder von 3 bis inklusive 14 Jahren sowie 12,90 (9,90) € für Schüler und Studenten. Die Preise in den Klammern gelten für November bis Februar, alle anderen von März bis Oktober. Es gibt auch die Option für Ermäßigungen, Mehrfachkarten, Feierabendtarif sowie Jahreskarten.2016 besuchten 615.000 Besucher den Allwetterzoo in Münster.

Soweit zu den Zahlen und Fakten des Zoos. Der uns freundlicherweise kostenlos gewährte Einlaß benötigt ein Dankeschön. Das ist keine Selbstverständlichkeit. Mein letzter Besucher ist schon viel zu lange her, zu selten komme ich nach Münster. Die Delphine sind nicht mehr dort, was schade ist aber sicherlich gute und vernünftige Gründe hat.

Durch den Streichelzoo bin ich gerne gegangen. Zu oft war ich früher am Bauernhof und habe die Tiere dort gestreichelt und weiß, wie lange man benötigt, sich an Menschen zu gewöhnen und zwischendurch gibt es immer jemanden der es übertreibt, was die liebevolle Art aller anderen Menschen wieder kaputt macht. Auch sollte man Tiere nicht zu sehr stressen. Wenn sie nicht wollen, werde ich mich nicht aufdrängen. Einen Lori füttern zu können, war ebenfalls etwas schönes und gehört erwähnt. Die anderen Fütterungen haben wir leider alle knapp verpasst oder aufgrund der Entfernung nicht schaffen können. Da wir zeitlich eingeschränkt waren, mussten wir relativ geplant durch den Zoo gehen. Einiges war aber auch an Tagen, an denen wir schon nicht mehr im Zoo sein würden. Das ist schade aber passiert.

Irgendwann mussten wir aber auch essen. Und trinken. Leider war es wie im jeden Zoo. Sogenannte Apothekenpreise. Das kann man zum Teil nachvollziehen, denn, obwohl (berechtigterweise) manche Tierschützer Zoos anprangern, wird im gleichen Atemzug selten die wichtige Arbeit erwähnt, die Zoos leisten. Arten züchten damit diese nicht vollständig aussterben und dergleichen. Ja, es gibt Missstände, die angeprangert werden sollten. Beides benötigt Erwähnung. Doch ob die Essenspreise, Einnahmen und / Gewinne daraus unbedingt in die Züchtung einfließen. Wahrscheinlich nicht. War absehbar, ist dennoch erwähnenswert, da dort preislich nicht differenziert wird (arbeitslos, Schüler, Student, Behindert, …). Wäre sicherlich auch ein Horror, das an den Verkaufsständen machen zu müssen. Ich bin aber sicher, es gibt dafür eine Lösung. Aber das ist nur ein Manko.

Die Vielfalt der Tiere im Zoo war und ist immer wieder erstaunlich. Und bis auf das Aquarium konnten wir alles relativ gemächlich ansehen und besuchen. Die Fische mussten wir leider mehr oder weniger ausfallen lassen. Wir waren kurz im Aquarium-Gebäude drin, sind aber schnell wieder raus, weil es Zeit wurde und die Abfahrt anstand. Leider.

Immer wieder trifft man auf Tiere, die man noch nie gesehen hat. Es wäre auch vermessen zu glauben alles schon gesehen zu haben, gerade wenn man kaum aus dem eigenen Land rausgekommen ist und noch nie die Vielfalt eines Regenwaldes in natura gesehen hat. Da wird einem erstmal bewusst mit was für Zahlen man desöfteren konfrontiert wird, wenn es um Artenvielfalt und lebende Tierarten und dergleichen geht.

Dass die Tiere so nah erlebbar waren und sind, finde ich klasse als Tierliebhaber. Schön anzusehen und sicherlich schön für Kinder und Erwachsene gleichermaßen. Kann mir niemand erzählen, dass man davon unberührt bleibt, wenn Tiere so nah zu sehen sind. Hab mich sehr gefreut, das machen zu können und zu dürfen. War ein sehr schöner Tag im Allwetterzoo in Münster.

Ich würde gerne, obwohl ich es grob am Anfang getan habe, noch einige Fakten hier reinschreiben, doch in der Presseinfo war schon der Kostenpunkt des Parkplatzes direkt am Zoo mit 3,- € angegeben, mittlerweile liegt der allerdings bei 4,- €. Was sicherlich immer noch in Ordnung ist, ich aber sicher gehen möchte, dass die Daten korrekt sind. Hilfe bietet sicherlich die Website, die schneller aktualisiert wird. Kein Vorwurf, nur eine Erklärung. Dennoch möchte ich folgendes nicht auslassen:

Futterverbrauch im Jahr 2016
320.000 kg Heu und Gras, zum Großteil von Bauern aus dem Münsterland, inklusive Gras von eigenen und gepachteten Wiesen
180.000 kg Gemüse z.B. 50.000 kg Möhren, 60.000 Köpfe Salat
98.000 kg Obst z.B 36.000 kg Äpfel, 7000 kg Bananen; Nüsse
50.000 kg Futterrüben (41.000 kg) und Kartoffeln (9000 kg)
22.000 kg Fisch, vorwiegend Heringe
14.000 kg Fleisch, meist Rindfleisch, selten Pferd, Ziege, Schaf, nie Schwein
4.000 kg Brot, Brötchen, Zwieback
360 kg Mehlwürmer
1000 kg Himbeerblätter
220.000 Heuschrecken und Insekten
5.600 Eier

Die Website zum Zoo: www.allwetterzoo.de

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Allwetterzoo Münster
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