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SPIRITUAL FRONT – “Liebe ist kälter als der Tod” – Musiker Simone Salvatori startet Selbsterfahrungsreise im Bestattungsunternehmen

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Mailand – Seine Musik versteht er ganz genauso wie die geliebten Tätowierungen überall auf seinem Körper: nur der unvergängliche Tiefgang und die Bedeutung dahinter machen sie wirklich aus.

Und um dies gewährleisten zu können, führten die Schaffenswege von Künstler und Sänger Simone Salvatori jüngst sogar auf den Friedhof.

Für Musik- und Szenekenner ist Salvatori längst zur faszinierenden Schlüsselfigur einer völlig neuen Pop-Generation avanciert. Seine künstlerische Welt dreht sich um Sex und Liebe – und raubt beiden Begriffen jegliche Oberflächlichkeit. “Liebe ist kälter als der Tod”, beschreibt Salvatori. “Und Sex eine faszinierende Form von Sklaverei.”
Um sich in die verschiedenen Schattierungen von “kalt” einfühlen zu können, arbeitete Salvatori jüngst für einige Wochen in der Nachtschicht eines Bestattungsunternehmens.

Sein am 24. September erscheinendes Album “Rotten Roma Casino” zeugt von all den unkonventionellen Selbsterfahrungsreisen des Künstlers. Es erzählt tiefer und einfühlender von der Menschlichkeit als manch einem lieb sein mag – und formt sie dabei zum Kunstbild. „Sexualität ist ein Spiel, das Menschen verletzt und innerlich sogar töten kann. Unsere innersten Bedürfnisse erfinden und steuern dieses Spiel. Und wir sind die Spielfiguren – willenlos und bereit, alles zu geben und zu dienen. Wie sanft und einfach gestrickt ist da hingegen der Tod?“

Rotten Roma Casino“ ist ein neuer Geniestreich der smarten Selbstreflexion geworden – die Zeichnung einer Gesellschaft, die längst im größten „Rotten Roma Casino“ überhaupt lebt – einer Welt, die einem in die Jahre gekommenen Glücksspiel-Salon gleicht – muffig, sich ständig wiederholend, voll von harten Schicksalen, und dennoch süchtig machend.

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