Kategorien
News

Newsflash (Subway To Sally, Theory Of A Deadman, Nathan Gray, Waltari, und viele mehr)

In unserem heutige Newsflash dreht es sich um die folgenden Themen: Subway To Sally, Theory Of A Deadman, Nathan Gray, Waltari, Wacken Open Air, Boppin‘ B, Topf Secret, Braunkohle und die britische Limo-Steuer.

+++ Die beliebte Festival-Reihe Eisheilige Nächte wird auch 2020 fortgeführt und dazu laden Svbway To Sally auch weitere Künstler ein. Das sind dann nämlich Mr Hurley und die Pulveraffen, Tanzwut und Mr Irish Bastard.

17.12. CH-Pratteln, Z7
18.12. Stuttgart, Im Wizemann
19.12. Gießen, Hessenhalle
20.12. Dresden, Alter Schlachthof
26.12. Köln Carlswerk
27.12. Würzburg, Posthalle
28.12. Bielefeld, Ringlokschuppen
29.12. Bremen, Pier 2
30.12. Potsdam, Metropolishalle

+++ Die mehrfach mit Platin ausgezeichnete Band Theory Of A Deadman wird am 24. Januar 2020 ihre Vorab-Single World Keeps Spinning und am 31. Januar 2020 ihr neuestes Werk Say Nothing veröffentlichen. Die Band besteht aus Tyler Connolly [Lead Vocals, Gitarre], Dave Brenner [Gitarre, Backing Vocals], Dean Back [Bass], und Joey Dandeneau [Drums]. Es ist das siebte Album.

© Warner Music – Theory Of A Deadman – Say Nothing
© Warner Music – Theory Of A Deadman – Say Nothing

„Dieses Album erlaubte mir, bislang unausgesprochene Dinge, die mir am Herzen liegen, zu äußern“, bekannte Frontmann Tyler Connolly. „Unsere bisherigen Songs handelten meist von Beziehungen. Alles drehte sich um mich und meine Verzweiflung. Auf diesem Album jedoch geht es darum, was in der Welt los ist, den Zustand der Amerikanischen Politik und all die anderen Dinge. Für uns war das ein komplett anderer Ansatz des Songwritings. Ich erinnere mich noch, wie Dave mich fragte, ‚Hey man, hast du zuviel Nachrichten geschaut oder was?’“

+++ Auch der Frontmann von Boyetsfire Nathan Gray kündigt für den 31. Januar 2020 sein neuestes Werk namens Working Title an. Es wird via End Hits Records erscheinen.

END HITS RECORDS TOUR 2020
NATHAN GRAY & BAND
mit: Swain, Matze Rossi, Norbert Buchmacher
14.02. DE – Berlin @ Columbia Theater
15.02. DE – Münster @ Sputnikhalle AUSVERKAUFT
16.02. DE – Köln @ Kantine
17.02. DE – Frankfurt @ Batschkapp
18.02. DE – Hamburg @ Gruenspan
19.02. DE – Leipzig @ Conne Island
20.02. DE – Nürnberg @ Hirsch
21.02. AT – Wien @ Szene
22.02. DE – München @ Backstage
23.02. CH – Zürich @ Papiersaal
24.02. DE – Stuttgart @ Wizemann
25.02. DE – Saarbrücken @ Garage

+++ Waltari kündigen indes ihr Metalville-Labeldebüt für den 20. März 2020 an. Dieses hört auf den Titel Global Rock. Sänger und Mastermind Kartsy Hatakka bringt die Philosophie von Waltari auf den Punkt:

„Rock ist eine Haltung; ein ungestillter Durst, mit dem Leben zu spielen, bis zum Ende! Das ist die Welt, in die Waltari geboren wurde. Ich finde es immer noch cool, mich zu schminken und ein Ausgestoßener zu sein. Unser Ziel ist es, Musik zu schaffen, die unsere Zuhörer umhaut.“

Die Tracklist:
1. Postrock
2. Metal Soul
3. Skyline
4. The Way
5. No Sacrifice
6. Sick’n’Tired
7. Boots
8. Going Up The Country
9. Orleans
10. Had It All
11. And The
12. Sand Witch
13. Beloved

+++ Bei den European Festival Awards in Groningen (Niederlande) überreicht die Metalqueen Doro Pesch kürzlich den Lifetime Achievement Award an Holger Hübner, einer der Macher des Wacken Open Air. Das Ganze geschah in Abwesenheit des zweiten W:O:A:-Gründers Thomas Jensen.

Die Sängerin erklärte anschließend: „Es ist mir eine ganz besondere Ehre, Holger und Thomas den Award für ihre Lebensleistung überreicht zu haben. Und es freut mich tierisch, dass sie diese große Auszeichnung nun in den Händen halten, denn die beiden haben es einfach so sehr verdient! Wacken ist und bleibt für mich das größte und schönste Metal Festival der Welt. Der Zusammenhalt dort ist phänomenal, es fühlt sich an wie Familie. Nicht umsonst bin ich fast jedes Jahr dort: ob als Headliner, für die Wacken-Hymne zur Eröffnung des Festivals, für Gastauftritte bei anderen Bands oder einfach nur als „Fan“. Rock on, guys. Für immer! Eure DORO!“

Stellvertretend für beide Veranstalter nahm Holger Hübner den Preis vor Ort entgegen. Der Preisträger kommentiert: „Es ist uns eine besondere Ehre, den Lifetime Achievement Award der European Festival Awards entgegennehmen zu dürfen“, sagt Holger Hübner. „Es ist unsere Leidenschaft, Menschen glücklich zu machen, aber natürlich können wir das Wacken Open Air nicht im Alleingang über die Bühnen bringen und daher danken wir an dieser Stelle auch unserem Team, den Dienstleistern und Partnern sowie den Fans und Bands und natürlich auch unseren Familien von ganzem Herzen, dass sie uns nun schon seit über 30 Jahren auf diesem Weg begleiten. Für die kommenden Herausforderungen in unserem aufregenden Leben, danken wir unserem neuen Partner Superstruct Entertainment und der gesamten Gruppe, die gemeinsam mit uns den Weg in die ‚Goldenen Zwanziger‘ gehen.“

Der aus wichtigen terminlichen Gründen an diesem Abend abwesende Thomas Jensen ergänzt: „Es ist selbstverständlich ein schönes Gefühl, eine Auszeichnung für unser Lebenswerk zu erhalten“, sagt der Festival-Mitgründer. „Wir haben allerdings noch lange nicht vor, unseren Abschied einzureichen und arbeiten hart daran, auch in den kommenden Jahrzehnten weitere Höhepunkte für das Wacken Open Air zu erschaffen und mit dem Festival zu erleben. Wir danken allen, die es uns ermöglichen, jährlich eine ebenso friedliche wie rauschende Metal-Party auf die Beine zustellen sowie auch Superstruct Entertainment und der assoziierten Gruppe. Und natürlich danken wir den Fans sowie der fachkundigen Jury für ihre Stimmen.“

Mehr Informationen zum Wacken Open Air finden sich unter wacken.com.
Das Wacken Open Air hat bereits folgende Bands für seine kommende 31. Ausgabe des Festivals im Jahr 2020 angekündigt (in alphabetischer Reihenfolge):

AMON AMARTH, ANNIHILATOR, AS I LAY DYING, ASP, SLAUGHTER OF THE SOUL SHOW, AT THE GATES, ATTIC, AVANTASIA, AVATARIUM, BEAST IN BLACK, BELZEBUBS, BOKASSA, BORKNAGAR, BROTHERS OF METAL, BURGERKILL, BUTCHER BABIES, BÜLENT & DIE METAL-ANGELS, CEMICAN, CINDERELLA’S TOM KEIFER, DANKO JONES, DAWN OF DISEASE, DEATH ANGEL, DEVIN TOWNSEND, DIARY OF DREAMS, DIE BESCHISSENEN SECHS, DIRKSCHNEIDER – EXCLUSIVE METAL HEART 35TH ANNIVERSARY SHOW, DOPE, DROPKICK MURPHYS, EINHERJER, FATEFUL FINALITY, FEVER 333, FIELDS OF THE NEPHILIM, FREEDOM CALL, GLUECIFER, GRAILKNIGHTS, GRAVE DIGGER – 40TH ANNIVERSARY SHOW, GRIMNER, HAGGARD, HATE, HELRUNAR, HYPOCRISY DESTROYS WACKEN AGAIN, IMPERIUM DEKADENZ, IMPLORE, IN EXTREMO – EXCLUSIVE GERMAN FESTIVAL SHOW, INDIAN NIGHTMARE, INFECTED RAIN, J.B.O. – SPECIAL FRÜHSCHOPPEN SHOW, JUDAS PRIEST – 50 HEAVY METAL YEARS, KAMPFAR, KISSIN‘ DYNAMITE, L.A. GUNS, LACUNA COIL, LOUDNESS, LUCIFER, MARDUK – SPECIAL 30TH ANNIVERSARY SHOW, ME AND THAT MAN, MERCYFUL FATE, MICHAEL MONROE, MISTER MISERY, MORK, NASTY, NEAERA, NERVOSA, NEW MODEL ARMY, NOTHGARD, NYTT LAND, ONSLAUGHT, OOMPH!, ORDEN OGAN, OVERKILL, PERTURBATOR, PESTILENCE, RECTAL SMEGMA, ROME, ROTTING CHRIST, RUSSKAJA, SACRED REICH, SALTATIO MORTIS, SICK OF IT ALL, SLIPKNOT, AGENT ORANGE SHOW, SODOM, STATIC-X, STRATOVARIUS, SUICIDAL ANGELS, SURGICAL STRIKE, SVARTIDAUÐI, TARJA, THE OTHER, THE RISE OF MICTLAN, THE SPIRIT, THE WILDHEARTS, THERAPY?, THUNDERMOTHER, TRI STATE CORNER, TURILLI / LIONE RHAPSODY, U.D.O. FEAT. MUSIKKORPS DER BUNDESWEHR, UNLEASH THE ARCHERS, VALHALORE, VENOM, VERHEERER, VISIONS OF ATLANTIS, VOMITORY, VULTURE, WEDNESDAY 13, WHILE SHE SLEEPS, WIND ROSE

+++ Am 1. Dezember 2019 ist schon die aktuelle Single The Earth Stood Still aus dem kommenden Album We Don‘t Care von Boppin‘ B erschienen. Das Album selbst erscheint am 7. Februar 2020 auf CD und Vinyl. Der Longplayer wurde von Fabian Schulz produziert, aufgenommen und abgemischt. Die Aufnahmen gingen im Post Political Paradise Studio in Hannover vonstatten. Das Mastering übernahm Alex Kloss.

Tracklist CD:
01 Take Care of Your Hair (3:19)
02 Can’t Get You out of My Head (3:29)
03 Always Believe in You (3:38)
04 40 Miles (3:40)
05 In The Sun (4:14)
06 Fire Alarm (3:17)
07 Sunglasses at Night (3:24)
08 Rock’n’Roll Singer (2:54)
09 How Bad (4:11)
10 Bang Bang Bang (2:41)
11 The Earth Stood Still (3:15)
12 Get Crazy (2:33)
13 My Baby’s Gone (2:47)
14 Jump’n’Stomp (3:27)
15 Devil’s Race (4:16)

Please accept YouTube cookies to play this video. By accepting you will be accessing content from YouTube, a service provided by an external third party.

YouTube privacy policy

If you accept this notice, your choice will be saved and the page will refresh.

Please accept YouTube cookies to play this video. By accepting you will be accessing content from YouTube, a service provided by an external third party.

YouTube privacy policy

If you accept this notice, your choice will be saved and the page will refresh.

Please accept YouTube cookies to play this video. By accepting you will be accessing content from YouTube, a service provided by an external third party.

YouTube privacy policy

If you accept this notice, your choice will be saved and the page will refresh.

Die Band bittet die Fans die Platten in der ersten Woche ab VÖ zu kaufen, um die Charts, in die Radios et cetera zu kommen. Als Dankeschön wird es eine We Don‘t Care-Party am 25. April 2020 im Das Bett in Frankfurt am Main geben.

+++ Zu Topf Secret gibt es nun eine richterliche Entscheidung. Die Verbraucher haben einen Rechtsanspruch auf Hygiene-Kontrollergebnisse. Das hat der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg als erstes Oberverwaltungsgericht entschieden. Weiter heißt es: „Im juristischen Streit um die Verbraucher-Plattform „Topf Secret“ liegt damit die erste höchstrichterliche Entscheidung zum Informationsanspruch vor. Über das Portal der Verbraucherorganisation foodwatch und der Transparenzinitiative FragDenStaat können Bürgerinnen und Bürger die amtlichen Kontrollberichte der Lebensmittelüberwachung erfragen.“

„Der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg zerpflückt in aller Deutlichkeit die Argumente, die regelmäßig von der Gastro-Lobby gegen Topf Secret ins Feld geführt werden. Nun ist höchstrichterlich bestätigt: Bürgerinnen und Bürger haben einen Rechtsanspruch auf die Hygiene-Kontrollergebnisse“, erklärte Rauna Bindewald, Volljuristin und Campaignerin bei foodwatch.

Und weiter steht in der Meldung: „foodwatch sieht in der Entscheidung eine Signalwirkung für die vielen weiteren Verfahren um die Transparenz-Plattform. Aktuell wehren sich hunderte Lebensmittelbetriebe gerichtlich gegen die Herausgabe von Kontrollergebnissen – auch mit Unterstützung des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA), der seine Mitglieder ermutigt, gegen auskunftsbereite Behörden vorzugehen. Mehrere der zentralen Argumente des DEHOGA wurden vom VGH Baden-Württemberg nun jedoch ausdrücklich abgewehrt. So behauptet der DEHOGA in einem „Argumentationspapier“ unter anderem, dass die über „Topf Secret“ gestellten Anträge missbräuchlich seien, weil die Kontrollergebnisse auf einer Internetplattform veröffentlicht werden sollen. Dies entspreche nicht dem Zweck des Verbraucherinformationsgesetzes (VIG). Der Verwaltungsgerichtshof machte hierzu allerdings deutlich: „Im Gegenteil, es entspricht der ausdrücklichen Zwecksetzung des § 1 VIG, den Markt transparenter zu gestalten, sodass in einer Internetpublikation eine Stärkung des Verbraucherschutzes gesehen werden kann.“

Außerdem argumentiert der DEHOGA damit, dass die Informationserteilung die grundrechtlich verbürgte Berufsfreiheit der Betriebe verletze. Im Beschluss des VGH heißt es dazu: „Das Grundrecht der Berufsfreiheit vermittelt kein Recht des Unternehmens, nur so von anderen dargestellt zu werden, wie es gesehen werden möchte oder wie es sich und seine Produkte selber sieht.“ Der VGH weist im konkreten Fall außerdem darauf hin, dass das Unternehmen die negative Darstellung in der Öffentlichkeit durch rechtstreues Verhalten hätte verhindern können.

Zahlreiche Verwaltungsgerichte haben in den letzten Monaten über die Klagen und Anträge betroffener Betriebe gegen die Weitergabe von Kontrollergebnissen entschieden – mit unterschiedlichem Ausgang. In zweiter Instanz beschäftigen sich derzeit mehrere Oberverwaltungsgerichte mit „Topf Secret“. foodwatch erwartet die Entscheidungen in den nächsten Wochen. Auch das OVG Hamburg hatte kürzlich einen Beschluss veröffentlicht, jedoch keine Entscheidung über die eigentliche Rechtsfrage getroffen, ob Bürgerinnen und Bürger die Lebensmittelkontrollberichte erhalten dürfen. Es hatte lediglich in einem sogenannten Eilverfahren entschieden, dass die Informationen bis zu einer Entscheidung im Hauptsacheverfahren vorerst zurückgehalten werden müssen. Nun hat mit dem VGH Baden-Württemberg erstmalig ein Oberverwaltungsgericht zu der eigentlichen Rechtsfrage Stellung genommen. Der VGH folgte dabei der Linie des Bundesverwaltungsgerichts. Das höchste Verwaltungsgericht hatte kürzlich in einem Grundsatzurteil die Informationsrechte ebenfalls eindeutig gestärkt: Bürgerinnen und Bürger hätten über das VIG einen Rechtsanspruch, amtliche Informationen zur Lebensmittelüberwachung zu erhalten – auch eine mögliche Veröffentlichung stehe dem nicht entgegen.

Seit dem Start im Januar 2019 wurden mehr als 40.000 VIG-Anfragen über „Topf Secret“ verschickt. Der Großteil der etwa 400 in Deutschland zuständigen Behörden gewährt den Bürgerinnen und Bürgern die beantragten Informationen.“

Link:
– Online-Plattform „Topf Secret“: www.topf-secret.foodwatch.de

Quellen und weiterführende Informationen:
Beschluss des VGH Baden-Württemberg
Argumentationspapier des DEHOGA für seine Mitglieder
Urteil des BVerwG (29.08.2019)
FAQ zu Topf Secret

+++ Laut NABU kommt der Ausstieg aus der Braunkohle viel zu spät. NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger kommentiert:

„Der nun vereinbarte Ausstiegspfad für die Abschaltung der Kohlekraftwerke reicht vorne und hinten nicht, um die Ziele des Pariser Klimaabkommens zu erreichen. Er entspricht noch nicht einmal dem im letzten Jahr ausgehandelten Kohlekompromiss. Zwar sollen in den kommenden beiden Jahren die ersten Kraftwerke abgeschaltet werden, allerdings wird mit Datteln auch noch ein neues Kraftwerk ans Netz gehen. Auch von einem stetigen Ausstieg – wie im Kohlekompromiss vereinbart – kann keine Rede sein. Insbesondere der viel zu späte Ausstieg aus der Braunkohle wird das verbleibende CO2-Budget schmerzlich verringern. Wie der gleichzeitig dringend notwendige Ausbau der erneuerbaren Energien mit den aktuell diskutierten Abstandregeln zu Windenergieanlagen realisiert werden soll, steht in den Sternen. Energie- und klimapolitisch bleibt diese Bundesregierung immer noch weit hinter dem Notwendigen zurück.“

+++ Erneut informiert foodwatch über eine positive Sache. Die britische Limo-Steuer funktioniert. Der Zuckergehalt ist um 35% gesunken. Foodwatch fordert daher auch eine Abgabe in Deutschland.

„Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Universität Oxford. Demnach enthielten sogenannte Erfrischungsgetränke 2015 im Schnitt noch 4,4 Gramm Zucker pro 100 Milliliter. 2019 waren es nur noch 2,9 Gramm pro 100 Milliliter – dies entspricht einem Rückgang um etwa 35 Prozent. Auch der Pro-Kopf-Verbrauch von Zucker über Getränke ist in diesem Zeitraum um 30 Prozent bzw. 4,6 Gramm pro Tag gesunken. Insgesamt ist den Forschern zufolge der Absatz von den von der britischen Abgabe erfassten mittelstark und stark gezuckerten Getränken um 50 Prozent zurückgegangen. Der Verkauf von Wasser sowie zuckerfreien und zuckerarmen Getränken, die nicht von der Abgabe erfasst sind, stieg hingegen um 40 Prozent an.“

„Die Limo-Steuer in Großbritannien hat zu einem Zuckersturz im Getränke-Regal geführt. In Deutschland hingegen reiht sich noch immer Zuckerbombe an Zuckerbombe. Daran hat auch die Strategie der freiwilligen Zuckerreduktion von Ernährungsministerin Julia Klöckner nichts geändert“, erklärte Luise Molling von der Verbraucherorganisation foodwatch. Deutschland hinke im internationalen Vergleich weit hinterher – neben Großbritannien gingen mittlerweile etliche Staaten mit steuerlichen Anreizen aktiv gegen Fehlernährung, Fettleibigkeit und Diabetes vor, darunter Irland, Portugal, Estland, Belgien, Norwegen, Finnland und Frankreich. „Höchste Zeit, dass Julia Klöckner Getränke-Hersteller in die Pflicht nimmt. Die Ernährungsministerin muss die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger endlich über die Interessen der Lebensmittellobby stellen: Wir brauchen auch in Deutschland eine Herstellerabgabe auf überzuckerte Getränke, im Gegenzug sollten Obst und Gemüse von der Mehrwertsteuer befreit werden“, so Luise Molling.

Kritik gibt es dennoch: „foodwatch kritisierte allerdings, dass die britische Limo-Steuer bisher Süßstoffe außen vor lasse. Dadurch würden einige Hersteller den Zucker durch Süßstoffe ersetzen. Rezepturänderungen sollten jedoch darauf abzielen, nicht nur den Gehalt von Zucker, sondern den Süßgeschmack insgesamt zu verringern, um der allgemeinen Süßgewöhnung insbesondere bei Kindern und Jugendlichen entgegen zu wirken. foodwatch forderte deshalb, dass eine Herstellerabgabe in Deutschland – ähnlich wie in Frankreich – auch süßstoffgesüßte Getränke mit einbezieht.“

Quellen und weiterführende Informationen

Studie der Universität Oxford zu Zuckergetränken in Großbritannien
Große Hersteller und Handelsketten in Großbritannien reduzieren Zuckergehalt in ihren Getränken (foodwatch-Pressemitteilung vom 27.03.2018)
foodwatch-Marktcheck zu Erfrischungsgetränken in Deutschland (2018)
Factsheet zu den Gesundheitsgefahren durch Erfrischungsgetränke