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Die Linke: Mietpreise zu hoch – Vonovia enteignen

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Die Linke schreibt, dass Mietpreiswahnsinn zu stoppen und Vonovia zu enteignen sei. Daher unterstützt die Partei die Proteste gegen die Aktionärskonferenz des Wohnungsunternehmens Vonovia am 9. Mai in Bochum. Genauer heißt es: „Die Immobilienspekulation mit einst öffentlich finanzierten Wohnungen muss gestoppt werden, Vonovia muss enteignet werden!“

Anlass des Ganzen ist die Tatsache, das sich immer mehr Menschen die teuren Mieten nicht leisten können. Vier von zehn Haushalten bezahlen monatlich mehr als dreißig Prozent ihres Nettoeinkommens für die Bruttokaltmiete. Seit 2010 sind die Mieten in Deutschland um mehr als 30 Prozent gestiegen. In den Ballungsgebieten ist es besonders stark spürbar.

Weiter heißt es in der Mittelung: „Das gilt auch für die VONOVIA, dem größten Wohnungsunternehmen Deutschlands. Mit 347.000 Wohnungen gegen Ende des letzten Jahres in ihrem Besitz, ist dieses Unternehmen das mit Abstand größte in Deutschland, das das “Menschenrecht auf angemessenes Wohnen” zum gewinnbringenden Geschäft umgemünzt hat. Die VONOVIA entstand 2001 als Immobilienunternehmen durch den Ankauf von 65.000 Eisenbahnerwohnungen. Bei fast allen weiteren Zukäufen, handelt es sich um ehemalige öffentliche Wohnungen, oder Werkswohnungen, getreu dem Prinzip: billiger Ankauf, überteuerte Vermietung.

Höchste Zeit, dem etwas entgegenzusetzen! In den letzten 30 Jahren hat sich der Bestand an Sozialwohnungen um zwei Drittel verringert. Die Politik der Regierung geht am Bedarf vorbei: Es fehlen fünf Millionen Sozialwohnungen. 50.000 Sozialwohnungen fallen jedes Jahr aus der Sozialbindung. Wohnen ist ein Menschenrecht und muss dem Markt und Profit entzogen werden.

Auch als Arbeitgeber steht der Konzern massiv in der Kritik: Ver.di und die Gewerkschaft BAU kämpfen schon seit geraumer Zeit für die tarifliche Bezahlung der Beschäftigten, denn die profitieren nicht von den sensationellen Einnahmen der VONOVIA, die allein 2017, 921 Millionen Euro Gewinn einfuhr. Nur 20% der Beschäftigten erhalten einen Tariflohn. Das VONOVIA Aktionsbündis in Bochum veranstaltet heute eine Gegenkonferenz.“

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