© Michael Schwettmann - Unplaces
Interviews

Unplaces im Short & Sweet-Interview

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© Michael Schwettmann – Unplaces

Mit der Band Unplaces konnte ich kürzlich via E-Mail ein Short & Sweet-Interview führen. Wir sprachen natürlich über Musik, dem Album Changes, langjährige Zusammenarbeiten, Genre-Vermischungen, das Leben, Schicksal und einigem mehr.

1. Das letzte Mal gelogen habe ich … ?

Ich kann mich ganz ehrlich nicht daran erinnern.

2. Folgendes Reiseziel kann ich empfehlen weil… ?

Ich kann vor allem folgende Art zu Reisen empfehlen: mit dem Campervan sich grob ein Ziel überlegen, jedoch den Weg dorthin als eigentliches Ziel begreifen. Dieses Reisen beinhaltet für mich so viel Freiheit, dass mich das sehr entspannt. Du kommst häufig an Orte und erlebst Situationen, die eher ungeplant sind, bleibst dort wo es dir gefällt und fährst weiter, wenn es dir nicht gefällt. Der Erlebnisfaktor im Sinne von Entdecken ist sehr hoch. Außerdem finde ich es großartig, quasi die ganze Zeit „draußen“ zu sein. Als ich wieder nach Hause kam, fühlte ich mich durch die vier Wände meiner Wohnung irgendwie eingesperrt. Ich bin auf diese Weise durch Frankreich und Schweden gefahren, es werden ganz sicher weitere Reisen dieser Art folgen.

3. Hochzeit oder lieber kurze Affäre?

Bezogen auf meine Band eindeutig Hochzeit. Unseren Drummer Fred (aka Daniel) kenne ich bereits seit über 20 Jahren, habe mit ihm schon zu Schulzeiten in einer Band gespielt und mit unserer Bassistin Pet mache ich bereits seit 2004 zusammen Musik. Und zu dritt sind wir nun auch bereits fast 6 Jahre zusammen. Der Vorteil ist, dass wir uns gut kennen, die guten wie die schlechten Seiten. Wir wissen, wie wir miteinander umgehen, kennen unsere Einstellungen, vertrauen uns usw. – das hilft im Rahmen des Bandgefüges schon ungemein.

4. Die beste musikalische Zusammenarbeit zwischen zwei verschiedenen Genre-Künstler ist Deiner Meinung nach?

Ich finde es spannend, wenn Bands oder Künstler*innen in ihrem eigenen Stil Einflüsse aus verschiedenen Genres vereinen, über den Tellerrand schauen und sich nicht von vermeintlichen musikalischen Grenzen einschränken lassen. So ist ja auch UNPLACES entstanden, aus der Idee und dem Wunsch heraus, Electro und Rock zu kombinieren. Da fällt mir „GoGo Penguin“ ein, die im Jazz verortet sind, aber extrem tanzbare Songs spielen. Im Projekt „Nyctalgia“ finde ich Songstrukturen aus dem Post Rock, jedoch orchestral arrangiert. Meine neueste Entdeckung ist „Niklas Paschburg“: Neo-Klassik mit Electro-Elementen.

5. Glaubst Du dass das Leben und alles drumherum vorher bestimmt ist?

Ich glaube an eine Form von Schicksal. Es passieren öfter mal Dinge, die sich mir von vornherein nicht direkt erschließen oder negativ wirken. Im Nachhinein betrachtet, stellt sich dann aber heraus, wozu dies und das dann doch gut war. Ich benutze dann gerne mal den Spruch „Das sollte wohl so sein.“.

6. Was möchtest Du in Deinem Leben noch erreichen?

Ich möchte das Ziel verfolgen, ausgeglichen zu leben, mir bewusst darüber zu sein und abzuwägen, was mir in dem Moment bzw. der näheren Zukunft wichtig, welches der richtige Weg für mich ist und welche sinnvollen Entscheidungen damit zusammenhängen.

7. Wenn ich ein Tier wäre, dann würde ich gerne … sein und wieso?

Wenn man ein Tier sein möchte, dann doch am ehesten, weil man diesem bestimmte Eigenschaften oder Möglichkeiten zuschreibt, oder? Also ich muss nicht fliegen können und schwimmen kann ich ja, zwar nicht so gut wie ein Fisch, geht eher Richtung planschen. Manchmal wäre ein langer Hals wie von einer Giraffe bei Konzerten von Vorteil, damit ich was sehen könnte, wenn alle vor mir als kleiner Person stehen.

8. Was war Dein Lieblingslied, als Du klein warst?

Benjamin Blümchen’s „Auf ner großen grünen Wiese…“ habe ich als Kind häufig vor mich hin geträllert.

Unplaces - Changes
Unplaces – Changes

9. Bitte erzähl unseren Lesern doch etwas für UNPLACES und dem aktuellen Release.

Wir sind mit unserem aktuellen Album „CHANGES“, das im Juni 2018 veröffentlicht wurde, überaus zufrieden, musikalisch aber auch von der hochwertigen Aufmachung der CD- und Vinyl-Ausgabe her. Es ist für uns sehr rund geworden und das bekommen wir auch von unseren Fans und auch Journalisten gespiegelt, die das Album besprochen haben. Darüber freuen wir uns sehr, dass die Leidenschaft und Mühe, die wir dort reingesteckt haben, ankommt und die Menschen berührt und begeistert. Und auch dass wir seit Anfang 2018 nun live unseren Keyboarder Simon dabei haben, ist eine große Bereicherung. Es war und ist im aktuellen Jahr viel in Bewegung.

10. Welche Zukunftspläne habt ihr?

Konkret möchten wir in den kommenden Jahren weiter live spielen, das ist unsere Passion. Wir möchten mit unserer Musik „raus“ und lieben es, bei Konzerten die Zuhörer*innen direkt zu erreichen und unmittelbar deren Reaktion zu erleben. Außerdem planen wir 2-3 EPs, in deren Rahmen Songs von unserem aktuellen Album in einer anderen musikalischen Art und Weise interpretiert werden. Irgendwann folgt dann sicher auch unser drittes Album, Ideen sind schon da!

UNPLACES – Changes

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14.12.2018 Münster, Gleis 22
15.12.2018 Münster, Gleis 22
12.01.2019 Haan, Rockin‘ Rooster Club
09.02.2019 Bochum, Flashbacks

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