Interviews

Jeanine Krock im Short & Sweet-Interview

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Interview – Die Autorin Jeanine Krock stand mir freundlicherweise für das Short & Sweet-Special zur Verfügung und beantwortete die dazugehörigen zehn Fragen. Besonders eine Frage hat die Schriftstellerin mit Humor genommen. Vielen Dank an die Autorin. Neben interessanten, lustigen Antworten gibt es aber vorab schon einige Infos zu neuen Büchern. Viel Spaß beim Lesen des Kurzinterviews!

Wie gehst Du an ein neues Projekt ran?

Nachdem ein Verlag mein Exposé akzeptiert hat und die „Formalitäten“ wie Vertragsabschluss, Abgabe- und voraussichtlicher Erscheinungstermin erledigt sind, vertiefe ich meine Recherchen zum jeweiligen Thema. Einen groben Überblick habe ich mir bereits für das Exposé verschafft, doch jetzt geht es ins Detail.

Diese Recherche steht auf vier Säulen. Internetrecherche, vertiefende Bibliotheksbesuche, Reisen und/oder Ortsbesichtigungen und natürlich Gespräche mit Fachleuten.
Zwischendurch entwickele ich die Hauptfiguren: Vergangenheit, Zukunft, Vorlieben, Ängste, ihr Aussehen, all dies lasse ich mir genau von ihnen selbst beschreiben. Und anschließend geht’s los …

Was ist das schlechteste Buch / Album was Du besitzt und warum hast Du es noch?

Dann und wann ist es mir schon passiert, dass ich ein Buch nicht zu Ende gelesen habe. Ob es tatsächlich ein „schlechtes“ Buch war, kann ich deshalb gar nicht sagen. Es gibt viele Gründe, solche Bücher aufzuheben: Die Hoffnung, später einen Zugang zum Text zu finden; Höflichkeit, weil ich das Buch geschenkt bekommen habe, oder es steht einfach vergessen in der zweiten Reihe und wartet darauf, beim nächsten Umzug verschenkt zu werden.
Meine Alben habe ich an einen Sammler verschenkt, nur die Singles habe ich aus nostalgischen Gründen behalten. Schlecht finde ich davon allerdings nicht eine einzige, auch wenn ich sie heute nicht mehr höre.

Der schrecklichste Ort wo Du jemals übernachtet hast war und wo?

Ein einsam gelegenes Cottage im Dartmoor ohne Licht und Kaminholz, dafür aber mit reichlich unheimlichen Geräuschen und – ich schwöre – einem gelangweilten Hausgeist.
Ebenfalls nicht schön war es eines Morgens in der Negev Wüste, als ich aus meinem Schlafsack sah und ein Skorpion eine Handbreit vor meinem Gesicht entlangspazierte.

Hast Du jemals ein Foto- oder Videostyling von Dir bereut?

Fotografiert zu werden, gefällt mir nicht besonders. Es mag merkwürdig klingen, aber ich glaube, dass einem mit jedem Foto, das gemacht wird ein Stück der Seele abhanden kommen kann.
Mit Kostümen und Fotostyling kenne ich mich aus, da würde vermutlich nicht so viel schief gehen. Und falls doch, dann ist es einfach Pech.

Wenn Du in die Haut eines Mannes schlüpfen könntest, für wen würdest Du Dich entscheiden?

Interessant wäre bestimmt ein eloquenter Serienkiller mit Humor. Oder ein gottesfürchtiger Eremit mit heimlicher Vorliebe für amerikanische Soaps. Ich soll Namen nennen? In Ordnung. Wie wäre es mit Lucullus, der wusste zu feiern, oder vielleicht wäre ich auch einfach nur gern für einen Tag ein gefallener Engel.

Tag oder Nacht?

Das ist stimmungsabhängig.


Der beste Rat den ich geben kann ist …

… meinem Rat nicht blind zu folgen. Macht aber eh niemand.

Mit welchen Bands fühlt ihr euch am meisten verbunden?

Lass mal überlegen. Vielleicht die Berliner Philharmoniker, da müsste doch für jede von uns etwas dabei sein. Oder was meint ihr, Mädels?

Erzähl doch bitte etwas über Dein aktuelles / kommendes Buch.

Mit dem Engelroman „Flügelschlag“, der im August bei Heyne erscheint, habe ich mir einen lange gehegten Wunsch erfüllt.
Unter den vielen Engelsstatuen, die mehr oder weniger künstlerisch Friedhöfe, Kapellen und Kathedralen schmücken, ist mir besonders ein gefallener Engel („Le génie du mal“ Guillaume Geefs, 1848) in Erinnerung geblieben. Während der Arbeit an „Flügelschlag“ hat er mir als Muse und Inspiration gedient.
Von Anfang an war klar, dass das Glasgow der Gegenwart die perfekte Stadt für meine Story ist. Ihre energiereiche Atmosphäre, ihre Bewohner und die schottische Landschaft darum herum sind eine wunderbare Kulisse für gefallene Engel.

Worum es geht: Als Juna eines Abends den verletzten Arian in ihrem Schlafzimmer vorfindet, ändert sich ihr Leben schlagartig. Denn Arian ist nicht nur ein gefährlich schöner Mann – er ist auch ein gefallener Engel. Und er wurde auf die Erde gesandt, um das rätselhafte Verschwinden der Schutzengel aufzuklären, die seit langer Zeit unter den Menschen wirken. Offenbar scheinen dunkle Widersacher der Engel dahinterzustecken. Und Juna könnte ihr nächstes Opfer sein …

Wie sehen Deine Zukunftspläne aus?

Für den vierten Teil der Licht & Schatten-Reihe, an dem ich zurzeit schreibe, kehre ich zu Vampiren und Feen zurück. Und, so viel darf ich schon verraten, Julen, der in Band II, „Die Sternseherin“ nicht nur der Heldin den Kopf verdreht hat, wird in diesem Roman erneut eine wichtige Rolle spielen. Geplanter Erscheinungstermin: Frühjahr 2011 (Ubooks).

Es sieht also ganz danach aus, als würde ich in nächster Zukunft vorwiegend schreiben. Anschließend hoffentlich auch noch und später sowieso … oder ich mache zwischendurch auch mal was anderes. Lesen beispielsweise.

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