In This Moment - Ritual Cover
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In This Moment – Ritual

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In This Moment – Ritual Cover

CD Kritik – Am vergangenen Freitag, den 21. Juli 2017, ist das neue Studioalbum „Ritual“ von der Band In This Moment erschienen. Denen wurden oft Metalcore-Elemente angedichtet, wo ich – zumindest heutzutage (ob das früher zutraf kann ich allerdings auch nicht sagen) – keine Hinweise darauf sehe. Es waren für mich ein paar aggressivere Momente mit einer schreienden Frontfrau. Für mich immer eher Rock mit einer gewissen Dunkelheit umzogen Aber das war es auch schon. Kein Urteil, nicht negativ gemeint. Nur eine Feststellung.

Der aktuelle Longplayer lässt die Screams der Frontfrau in dem früheren Ausmaß weg und fokussiert sich auf den düsteren Rock, der schon immer markant hervorstach und nun hervorgehoben wird. Keine Stagnation kann indes auch eine Art Ritual sein.

„Es kommt mir so vor, als würden wir ganz neue Gefilde betreten“, so In This Moment-Frontfrau Maria Brink. „Schon mein ganzes Leben lang spüre ich aus ganzem Herzen diese besondere Art von Empowerment. Ich schreibe alles aus einer sehr persönlichen Perspektive und mußte dieses Gefühl von Stärke einfach teilen. Ich habe mich nie davor gescheut, meine Gefühle zurückzuhalten, obwohl ich manchmal auch sehr zweideutig formuliere. Jedenfalls wollte ich unseren Fans meine stärkste Seite präsentieren, und das ohne irgendeine offenkundige sexuelle Komponente. Es geht auf der Platte um dieses tiefe, wilde Feuer in meinem Herzen.“

Das sagt die In This Moment-Frontfrau Maria Brink sicher nicht nur einfach so. Denn Gitarrist Chris Howorth bestätigt dies mit seinen Worten nur: „Marias Worte kommen aus ihrem tiefsten Inneren. Dieses Mal gab es schon eine Menge Ideen, bevor wir ins Studio gingen. Wir hatten eine klare Vorstellung wohin die Reise gehen sollte. Diesmal ist alles anders.“

Doch beim letzten Satz gibt es keine Zustimmung. Es ist – zumindest musikalisch – nicht alles anders. Um kleinlich zu sein: Sie nutzen weiterhin ihre bisher bekannten Instrumente: Gesang, ab und an Screams, hier wenngleich auch weniger oft. Es ist eine Rockgitarre dabei, die auch wirklich nur noch das spielt: Rock. Drums und Bass. Einige Elemente wurden entfernt und mit dem düsteren Rock ersetzt. Es ist nicht alles anders, es ist eher vieles ähnlicher. Das bringt so eine Fokussierung so mit sich.

Die Texte mögen anders sein, doch das möchte ich weder vergleichen noch nach Unterschieden in der Art der Anspielungen suchen. Das Wort „alles“ stach da so heraus und seiner ganzen Konsequenz, dass ich zumindest kurz intervenieren musste.Ob das jetzt besser oder schlechter ist, muss wie immer jeder für sich selbst wissen.

Mir gefällt beispielsweise der Song „Roots“ am besten, weil die Hook einfach sitzt, der Song druckvoll ist und Spaß macht. Der Rest verliert sich eben im Durchschnitt. Da kommt es mir rückblickend so vor als wären die anderen Alben auch besser gewesen. Obwohl ich mich da sicher täuschen kann. Auch hier möchte ich gerade nicht nachforschen, um Recht zu haben.

„Ritual“ ist in Ordnung, haut mich allerdings nicht vom Hocker. Die Coverversion von Phil Collins‘ „In The Air Tonight“ gefällt mir hingegen auch gut. Ebenso Billy Idols „White Wedding“, was hier allerdings unter „Black Wedding“ zu finden ist. Das war es aber auch mit meinen Highlights.

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