Asterix in Italien
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Asterix in Italien von Jean-Yves Ferri und Didier Conrad Comic Kritik

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Es ist eine kleine Ewigkeit her als ich die Geschichten in Comic-Form von Asterix und Obelix aus Gallien zuerst gelesen habe. Aber auch seit dem letzten Mal ist es schon einige Jahre her. Waren die ersten Geschichten mit denen ich aufgewachsen bin noch von R. Goscinny und A. Uderzo, ist diese neue Asterix in Italien von Jean-Yves Ferri (Text) und Didier Conrad (Zeichnungen). Erschienen ist diese Ausgabe bei Egmont.

Die römischen Straßen sind schlecht, hört der „Verkehrsminister“ in einer Tagung und will das nicht auf sich sitzen lassen. Seine Idee: Auf den Straßen Italiens, die mit Schlagschlöchern versehen sind, ein Wagenrennen zu veranstalten. Auch Cäsar findet die gut, denn klappt es nicht, ist er aus dem Schneider – hofft er.

Auch die beiden Lieblingsgallier, Asterix und Obelix, nehmen daran teil. Vor allem Obelix ist es, der da mit machen will. Grund: Eine Seherin sagt es. Schnurstracks einen Wagen erstanden (mittels Ratenzahlung) und angemeldet. Asterix begleitet ihn.

Mit dabei sind die Italiener, die Piraten, die Goten und viele andere gegen die sich die Gallier durchsetzen müssen. Die Strecke führt von Monza nach Neapel. Eine Hommage an Uderzo, selbst Sohn von italienischen Einwanderern und außerdem Autonarr und Ferrari-Sammler.

Die markanten Punkte bei Obelix waren einst: essen (und das nahezu kindlich aber dennoch mit Geschmack), wodurch Obelix immer leicht abzulenken war. Ebenso stand eine ordentlich Tracht Prügel, meist für die Römer, auf den Plan. Daraus entwickelten sich einst zahlreiche Gags, Spannungsbögen und mehr. Hört ist Obelix ehrgeizig, kauft sich wegen einer Seherin und ihren Vorhersagen einen Wagen. Asterix hingegen stempelt seinen treuen Kameraden als einfachen Hinkelsteinlieferanten ab. Bei einer zarten Seele wie Obelix, ja, er war schon mal das eine oder andere Mal auf seinen treuen Gefährten sauer, nicht gerade ungefährlich. Hier passiert zum Glück nichts. Oder leider.

Gut, ich weiß nicht, wie es in einer anderen Varianten verlaufen wäre, doch die Zeichnungen sind auf einem ziemlich guten Niveau. Beim Text fehlt mir der Esprit, die Seele dessen, was die Comics einst waren. Ernsthaft? „Läuft!“ in einer Blase. Jugendsprech? Was kommt als nächstes? Der gallische Musikant als HipHopper mit vulgärer Ausdrucksformen und all seinen B*tches am Start? Das war leider eher Mittelmaß wenn man das Für und Wider abwiegt. Schade, obwohl es seine guten Momente hat, war es nicht ausreichend.

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Asterix in Italien von Jean-Yves Ferri und Didier Conrad
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