ASP - zutiefst
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ASP – Zutiefst CD Kritik

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ASP – zutiefst

Alexander „ASP“ Spreng hat viele Menschen gefesselt. In früheren Zeiten hat sich die Veröffentlichungen jemand anders geschnappt, rückblickend ist das ein wenig ärgerlich weil ich tatsächlich tiefsinnige und künstlerisch wertvolle Musik verpasst habe. Meine erste Begegnung geschah mit Zauberbruder – Der Krabat-Liederzyklus – aber auch nur, weil ich mir den dazugehörigen Film in der Essener Lichtburg zu Gemüte führen wollte und ich den Soundtrack gesondert hören wollte. Sonst hätte man mir die VÖ wieder weggeschnappt. Gut, dass es damals nicht geschah. Es sollte allerdings – aus verschiedenen Gründen – bis 2015 dauern bis ich wieder ASP zu Gehör bekam. Dieses Mal mit dem Release Verfallen – Folge 1: Astoria und im Jahr danach Verfallen – Folge 2: Fassaden. Zwei äußerst gelungene Werke, die ich sehr schätze. 2014 erschien dann Per aspera ad aspera – eine Best-Of zum 15-jährigen Jubiläum die mir weitere musikalische Einblicke gewährte. Und wenn man sich mal die Veröffentlichungsjahre ansieht, ist es kein sonderlich großes Wunder das sich Alexander „ASP“ Spreng nun eine mehr oder weniger lange Auszeit nehmen möchte.

Doch vorher erschien Ende Oktober der dritte Teil des Fremder-Zyklus namens Zutiefst und es geht beziehungsweise mittlerweile ging es auf ausgiebige Tour zum neuen Longplayer, dessen Vorab-Songs schon zu begeistern wussten. Beginnend mit Meeresrauschen, das für wohlige Schauer auf dem Rücken sorgt und dann tiefes Luftholen, ein Sprung und die Landung im kühlen Nass – passend mit Sturz ist das Intro betitelt.

Danach folgt mit 20.000 Meilen einer der vorab veröffentlichten Stücke und es geht los. Ruhige, akustische Klänge. Ein sanftes Stück Musik, dass die sinnigen Lyrics von ASP auf ihren Noten tragen. Danach folgt mit Zutiefst … das Titelstück. Mit neun Minuten ein epischer Track aber bei weitem nicht der längste. Nun folgt SonaARta mit den anfänglich düsteren Klängen und einem englischen Text. Der einzige, wenn man „nur“ die einfache Version des Releases erstanden hat.

Torpedos setzt wiederum erneut auf rockige Klänge und balanciert die Platte wieder aus. Leviathan, oder hallo Depression?, beginnt düster, kombiniert im weiteren Verlauf elektronische Klänge mit Gitarren. Die Stimmung bleibt. Mit fast elf Minuten auch der längste Song auf dem Album. Danach folgen Die Untiefen, man lernt die düstere Umgebung aus Leviathan kennen. Des Wesens Heim. Abyssus 1 ergänzt ziemlich brilliant und mir dünkt, das Abyssus ebenfalls Untiefen sind – Assoziation mit dem englischen Wort Abyss ist naheliegend. Egal.

Abschließend folgend BernsteinmeerengeL, Mondscheinserenade und Sog. Ein würdiger Abschluss eines verdammt guten Longplayers. Wer wiederum die Doppel-CD hat, erhält noch 10 Logbucheinträge in denen ASP die Themen der Stücke schildert, die Gedanken dahinter und einiges mehr. Weitere vier Stücke gibt es mit Parole: Poesie! (für Konstantin Wecker), I Am A Rock, Souvenir, Souvenir (Intimus-Version, live) und Reflexionen (reflected by Spielbann).

Schon die einfache CD ist äußerst spannend, doch die Bonus-CD eine tolle Ergänzung. Gerade für neugierige also known as wissbegierige Menschen wie mich. Ich mag es, die Hintergründe zu Musik zu erfahren und ASP hat hier auf beiden Rundlingen eine grandiose Arbeit geleistet. Musikalisch, Textlich aber auch mit den Logbucheinträgen.

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