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Wie Berliner Freiraum immer mehr verschwindet

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Dezente Down-Beats klingen im Hintergrund. Die orangefarbenen Laternen schimmern in den Bäumen und erinnern an Nimmerland. Wenn man einen der oberen Tische ergattert hat blickt man auf das Wasser der Rummelsburger Bucht, auf dem leise die Hausboote schaukeln. Fahrradfahrer, Nachbarn, Familien und Freunde kommen abends hier zusammen, im Biergarten Rummels Bucht, einer alternativen Oase inmitten der mehrstöckigen Neubauten, die das Ufer säumen. Mit viel Liebe zum Detail haben die Inhaber*innen und Freund*innen in den letzten Jahren jede Ecke des kleinen Areals gestaltet und diesen Ort zu einem ganz besonderen gemacht. Lichter, Konzerte, Liegematten, Tischtennis, Musik und Grill: Fernab von den Touristenströmen kann man hier, versteckt und doch zentral, ein kleines Stück Berliner Freiraum finden.

Eben diese Plätze, die Ausdruck von Kreativität, Freiheit und selbstbestimmtem Leben sind, die Ruhe und Erholung bieten, werden Stück für Stück Opfer des rigorosen Ausverkaufs der Stadt. Entgegen dem Willen der Bewohner*innen hat die Stadt nun auch das Gelände auf dem sich die Rummels Bucht befindet, Investoren versprochen. Der Biergarten wird Eigentumswohnungen und einem „Wasserpark“ weichen. Ein „Coral World“ Aquarium soll jährlich etwa 500.000 Besucher*innen dorthin locken, wo abendlich die Anwohner*innen und Freund*innen der Bucht auf ein Bier und ein Stück Pizza dem Lärm der Großstadt entfliehen. Der Bebauungsplan hierzu soll am 15.10.2018 in der Lichtenberger Bezirksverordnetenversammlung verabschiedet werden.

Mit dem geplanten Bauvorhaben wird ein weiterer Ort verschwinden, der Ausdruck des Berlins ist, das wir lieben. Das Bauvorhaben ist gleichzeitig auch Ausdruck einer Klientelpolitik fernab vom Willen der Bürger*innen.

Weil ich nicht länger zuschauen möchte, wie sich die Politik über den Willen der Bürger*innen hinwegsetzt, habe ich mich vor Kurzem entschlossen mich selbst politisch zu engagieren: bei DEMOKRATIE IN BEWEGUNG (DiB)!
DiB ist eine junge Partei, die im April 2017 in Berlin gegründet wurde und bei der Bundestagswahl im September zum ersten Mal auf dem Wahlzettel stand. Die Mitglieder der Partei eint die Überzeugung, dass Politik transparenter und partizipativer gemacht werden muss, damit möglichst viele Menschen mitdenken, mitgestalten und mitentscheiden. Nicht nur alle vier Jahre, sondern Tag für Tag. Nur so können die großen Umbrüche der Gesellschaft zukunfts- und gemeinwohlorientiert gestaltet werden. Lasst uns sichtbar werden! Indem wir auf die Straße gehen und aktiv werden. Lasst uns Politik machen! Indem wir uns konstruktiv für nachhaltige Veränderungen einsetzen.

bewegung.jetzt || twitter.com/brauchtBewegung || facebook.com/demokratiebewegen

Hier eine Petition zum Thema.

Dankeschön an Laura Müller für den Bericht (den ersten dieser Art auf dieser Website). Vielen lieben Dank.

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